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Floating-PV

Unter Floating-PV versteht man schwimmende Photovoltaik-Anlagen. Das Unternehmen BayWa r.e. ist Vorreiter auf diesem Gebiet und hat in den Niederlanden bereits das dritte Projekt dieser Art gebaut. Die Bauphase betrug lediglich sechs Wochen und es ist noch lange nicht Schluss, denn Floating-PV hat ein enormes Potential.

Schwimmende Solarkraftwerke sind eine Option, eine Fläche doppelt zu nutzen. BayWa r.e. hat in den Niederlanden sein drittes Kraftwerk dieser Art errichtet. Es kommt auf eine Leistung von 14,5 MWp und kann rechnerisch 4 000 Haushalte mit Strom versorgen. Bild: BayWa r.e.

Das erwähnte dritte Projekt von BayWa r.e. ist eine Anlage mit einer Leistung von 14,5 MWp, was eine Versorgung von rund 4.000 Haushalten mit Strom bedeutet. In Kooperation mit dem niederländischen Partner GroenLeven wurde der Solarpark in Rekordzeit fertiggestellt. Es wurden 40.000 Module installiert. Zu finden ist der Park mit dem Namen Sekdoorn in der Nähe der niederländischen Stadt Zwolle.

Floating-PV hat ein großes Potential, denn es wird hiermit die Möglichkeit zur Doppelnutzung von wirtschaftlich genutzten Gewässern geboten. Floating-PV bietet sich beispielsweise auf Stauseen, Fischzuchtgewässern oder Seen auf ehemaligem Braunkohletagebauen an. Das genaue Potential der schwimmenden Kraftwerke beziffert das Fraunhofer Institut für Solare Energieforschung in einer aktuellen Studie allein für Braunkohletagebauseen in Deutschland auf 15 GW. Auch die World Bank Group hat für Europa eine Studie gefertigt und beziffert das Potential mit 20 GW, wenn nur 1% der nicht natürlichen Süßwasserflächen genutzt würden.

Das Unternehmen BayWa r.e. hat bereits einige Erfahrungen auf dem Gebiet von Floating-PV. In den Niederlanden kommt es auf eine installierte Gesamtleistung von 25 MWp. Für die Zukunft sind natürlich weitere Projekte in Planung, und zwar mit einer Gesamtleistung von rund 100 MWp europaweit. Derzeit wird bereits an Projekten in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und auch Spanien gearbeitet. Gut zu wissen ist auch, dass es in den Niederlanden und in Frankreich Förderprogramme gibt, die die schwimmenden PV-Anlagen berücksichtigen. Hier besteht in Deutschland noch Nachholbedarf.