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Erste Schulung der „HandwerksAusbildung für Klimaschutz“

Die Klimaschutzagentur hat jüngst das Projekt „HandwerksAusbildung für Klimaschutz“ (HAKS) ins Leben gerufen und nun die erste Schulung angeboten. Gestartet wird das freiwillige Qualifizierungskonzept mit einem Frühstück für die Geschäftsführer der Handwerksbetriebe.

Grundsätzlich kann die Initiative als Verbindung von Klimaschutz und Gewerke-übergreifendem Bauen und Sanieren im Handwerk verstanden werden. Zusätzlich zur Ausbildung in den Bauberufen, hier beispielsweise Maler, Maurer, Dachdecker, Elektriker, Zimmerer und Anlagenmechaniker in den Bereichen  Sanitär Heizung Klima, richtet sich dieses neue Angebot vornehmlich an Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr und damit natürlich an die Ausbildungsbetriebe. Auch in der Berufsschule kann das Angebot eine wichtige Rolle spielen.

Beteiligungen am Projekt

Das Projekt „HandwerksAusbildung für Klimaschutz“ hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren und einige namhafte Beteiligte, wozu folgende gehören:

•    die Klimaschutzagentur Weserbergland
•    das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza)
•    die Energieagentur Göttingen
•    die ZEBAU in Hamburg
•    die Klimaschutzagentur Region Hannover
•    die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens

Staatliche Unterstützung gibt es seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und durch den Europäischen Sozialfonds, und zwar in Form einer Förderung in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Vorteile der Schulung und Teilnahme am Projekt

Dorian Maerten, der Projektkoordinator der Klimaschutzagentur Weserbergland, hat zum Projekt eine positive Einstellung. Er sagt, dass für eine effiziente Sanierung ein ganzheitliches Betrachten der Gebäude notwendig sei. Außerdem gebe es zwischenzeitig ohnehin vermehrt gemeinsame Baubesprechungen aller Gewerke mit dem Architekten, weil die Komplexität am Bau ständig zunimmt. Daher ist es für Maerten wichtig, schon während der Ausbildung das gegenseitige Verständnis aller Gewerke hervorzubringen und zu fördern.

Das jetzt anberaumte Frühstück findet in drei Landkreisen in den Städten Hameln, Stadthagen und Holzminden statt. Ziel ist es, den Geschäftsführern zu vermitteln, dass eine Teilnahme am Projekt ihre Position als Ausbildungsbetrieb weiter ausbaut und stärkt. Zusätzlich ergibt sich natürlich auch der Vorteil, dass man als Betrieb selbst weiter lernt und den Bereich des energiesparenden Bauens weiter kennenlernt.

Am 21.11.2016 wird die erste Veranstaltung für Auszubildende stattfinden, und zwar im Energie- und Umweltzentrum am Deister in Springe. Titel ist „Wärme - Dämmung, Wärmebrücken und Lichtdichtheit der Gebäudehülle statt“. Der Leitgedanke hier wird der Ansatz des energieeffizienten Bauens und Sanierens sein.  

Alles in allem handelt es sich hierbei also um ein zukunftsträchtiges und innovatives Projekt, das einerseits aufklärt und andererseits die Azubis bestens auf ihr Arbeitsleben vorbereitet. Nähere Informationen gibt es unter Tel. 05151/95788-14 und auch unter: www.klimaschutzagentur.org/bildung/haks-zusatzqualifikation/ zu finden.