Zum Inhalt springen

Heizmehrkosten durch CO2-Preis

Im Zusammenhang mit dem CO2-Preis auf Heizöl und Erdgas gab es Berechnungen von der TU Dortmund und der Energiedienstleister ista, die herausstellen sollten, wie hoch die Kosten für einen Haushalt ausfüllen würden, wenn der CO2-Preis komplett an den Endhaushalt weitergegeben würde.

Für diese aufwendigen Berechnungen wurden Daten von rund 65.000 Mehrfamilienhäusern in Deutschland herangezogen und ausgewertet.

Zu den Ergebnissen der Berechnungen

Es hat sich herausgestellt:
•    dass eine Wohnung in Berlin, die mit Öl geheizt wird, besonders hohe Zusatzkosten hätte
•    die Zusatzkosten für eine Wohnung mit 71 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus, die mit Öl oder Gas geheizt wird, betragen etwa 20 bis 68 Euro pro Jahr

Die jeweiligen Zusatzkosten wurden berechnet unter Zugrundelegung von klimabereinigten Heizverbrauchsdaten für das Jahr 2018. Als CO2-Preis wurden fünf Szenarien durchgespielt, nämlich 10, 20, 25, 30, und 35 Euro pro Tonne, so wie es das Klimakabinett ab 2021 in jährlichen Schritten bis 2025 einführen will.

Im Ergebnis lässt sich auch sagen, dass eine Ölheizung zu wesentlich höheren Kosten führen würde als eine Gasheizung und außerdem, dass es in Berlin und Düsseldorf besonders teuer werden würde. Vergleicht man die Bundesländer, dann liegt Berlin ganz oben im Preis. Dort würde eine Durchschnittswohnung 22 und 77 Euro mehr aufbringen müssen. Noch teurer sind Ölheizungen in Berlin. Die günstigsten Zusatzkosten hätten Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern, die mit Gas heizen, hier würden die Kosten rund 15 bis maximal 54 Euro betragen.

Im Städtevergleich liegt Düsseldorf ganz oben, hier würden auf die Durchschnittswohnung mit Heizöl oder Erdgas Mehrkosten von etwa 22 bis 79 Euro entfallen. Die günstigste Stadt wäre Stuttgart. Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der TU Dortmund, hält aber fest: „Wir reden hier von Durchschnitten. Aber jeder Haushalt hat es zum Teil auch selbst in der Hand, ob er oberhalb oder unterhalb des Durchschnitts bleibt.“