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Ölheizungen verbieten oder Kesseltausch fördern?

Es wurde jüngst eine Civey-Umfrage zur Abwrackprämie in Sachen alte Heizkessel durchgeführt. Dazu wurden 2.500 Menschen befragt. Im Ergebnis zeigt sich deutlich, dass sich die Mehrheit der Befragten für eine technologieoffene Förderung ausspricht.

. Das bedeutet, dass ungefähr 70 Prozent der Menschen dafür sind, den Einbau von Gas- oder Ölheizungen weiterhin staatlich zu fördern, wenn diese dafür bereit sind, sich von veralteten Heizkesseln zu trennen.

Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), sagt zu diesem Ergebnis folgendes: „Die Ergebnisse zeigen, dass technologieoffene Anreize den Bedingungen im Gebäudebestand am ehesten entsprechen.“ Von der IWO selbst heißt es dazu in einer Mitteilung: „Die Kombination mit erneuerbaren Energien in Hybridsystemen sollte zukünftig allerdings stärker gefördert werden, zum Beispiel in Form einer ‚Umweltprämie‘.“

Was das IWO ganz klar ablehnt, ist ein Verbot neuer Ölheizungen. Solch ein Verbot wurde von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und von Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer ins Gespräch gebracht. Adrian Willig von Seiten des IWO sagt dazu: „Jahrelang hat es die Politik nicht geschafft, eine steuerliche Förderung als attraktiven Anreiz für deutlich mehr Heizungsmodernisierungen einzuführen. Stattdessen wird nun eine unsinnige Debatte um die richtige Heizungsform losgetreten. Das ist purer Aktionismus, der Millionen Hauseigentümer verunsichert.“

Mit dem EU-Energieeffizienzlabel ist es so, dass Öl-Brennwertgeräte mit „A“ die gleiche Bewertung wie Gas-Brennwertkessel erhalten. Willig meint: „Anstatt mit Verboten zu drohen, sollten für Hauseigentümer langfristig verlässliche Rahmenbedingungen und so dauerhafte Anreize geschaffen werden.“ Willig führt weiter aus, dass so etwas auch zielführender wäre als eine „Abwrackprämie“.