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Rechnungen richtig ausstellen

Wie wichtig es ist, die Rechnungen richtig auszustellen, zeigt jetzt ein Aktenzeichen des Bundesfinanzhofes. Weil die Anschrift eines Wirtschaftsteilnehmers nicht zu ermitteln war, waren beide beteiligte Firmen nach Ansicht des Finanzamtes sogenannte missing trader (= Nichtunternehmer) und der Kläger ein sogenannter buffer (Zwischenhändler).

Die Unternehmungen waren demnach in eine Umsatzsteuerbetrugskette im Zusammenhang mit der Lieferung von Elektronikartikeln eingebunden. Siehe auch Bundesfinanzhof, Az.: V R 47/16.

Daher ist es unumgänglich, die Identitäten von Rechnungsaussteller und leistendem Unternehmer sicherzustellen. Alle notwendigen Angaben in einer Rechnung sollen es den Steuerverwaltungen ermöglichen, die Entrichtung der geschuldeten Steuer und das Bestehen des Vorsteuerabzugsrechts zu kontrollieren. Zu diesem Zweck wird die einwandfreie Identität des leistenden Unternehmers und Rechnungsausstellers benötigt.

Eine Rechnung muss daher die Anschrift, den Namen und die Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer des Rechnungsausstellers enthalten. Damit kann zweifelsfrei eine Verbindung zwischen einer bestimmten wirtschaftlichen Transaktion und einem konkreten Wirtschaftsteilnehmer gefunden werden.

Im vorliegenden Streitfall haperte es an der Rechnung. Der konkrete Wirtschaftsteilnehmer war nicht zu ermitteln. Die Anschrift auf den Rechnungen gehörte zu einem Büroservice-Center, in dem verschiedene Firmen lediglich Ablagefächer bzw. -container hatten.