Zum Inhalt springen

CO-Unfälle bei hohen Temperaturen

Hohe Außentemperaturen können gefährlich sein. Bei atmosphärischen Gasgeräten können nämlich die Abgase in den jeweiligen Raum zurückströmen. Das betrifft besonders ältere Geräte in Küche oder Bad.

Wenn der Sommer besonders heiß ist – und das kommt hin und wieder auch in unseren Breiten vor – dann kann das Auswirkungen auf unsere Gasheizungen haben. Es besteht hier die Gefahr von CO-Unfällen. Diese Tatsache betrifft atmosphärische Gas-Geräte, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum beziehen und die Abgase mit dem natürlichen Auftrieb des Schornsteins nach draußen leiten. Ist die Abgastemperatur niedrig und die Außentemperatur hoch, dann kann es sein, dass die Temperaturdifferenz nicht ausreicht, um den nötigen Unterdruck herzustellen. Das kommt besonders bei älteren Geräten in Küche und Bad vor und wird zusätzlich durch kurze Abgaswege verstärkt. Es kommt dann zum Zurückströmen der Abgase und die CO-Konzentration in den Wohnräumen steigt und kann unter Umständen gesundheitsgefährdend werden. In heißen Perioden wird zwar meistens nicht geheizt, aber die Trinkwassererwärmung findet trotzdem statt.

Dirk Reiter ist Bezirksschornsteinfegermeister aus Arnsberg und begründet den nicht ausreichenden Auftrieb mit zwei Punkten:
•    niedrige Unterdrücke im Schacht
•    niedrige Sauerstoffgehalte im Abgas
Er sagt: „Daher kommt es auch zu hohen CO-Konzentrationen.“

Eine zusätzliche Gefahr kann bestehen, wenn gleichzeitig mobile Klimageräte betrieben werden, die ihre Wärme aus dem Raum ziehen. Sie leiten die warme Luft über Schläuche nach draußen und können damit einen so großen Unterdruck erzeugen, dass die Abgase des Gasgerätes in die Wohnung oder in das Gebäude strömen.

Der Rat der Fachleute, wie Schornsteinfeger und Feuerwehr lautet daher, CO-Warngeräte einzusetzen. Diese Geräte lösen Alarm aus, sollte die Konzentration einen bestimmten Wert überschreiten. CO ist nämlich aufgrund seiner Geruchlosigkeit besonders gefährlich, denn es wird nicht vom Menschen wahrgenommen. Ist die Konzentration zu hoch, wird das Gas vom Blut aufgenommen und verdrängt den Auerstoff, was zur inneren Erstickung führt.