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Neues KWK-System

Insgesamt zehn Partner aus Industrieunternehmen und aus Universitäten, darunter Innovationsexperten und Fachleute vom Oel-Waerme-Institut (OWI) haben sich zusammengefunden, um ein neues Forschungsprojekt zu starten. Das Projekt trägt den Namen „SmartCHP“ und beschäftigt sich damit, einen neuartigen Kraft-Wärme-Kopplung-(KWK)-Motor zu entwickeln.

Diese Innovation soll erstens Biomasse zur Erzeugung von Wärme und Strom nutzen und zweitens erneuerbare Energien in den Heiz- und Kühlbereich einbeziehen.

Bert van de Beld ist der Chief Technology Officer bei der BTG Biomass Technology Group. Er sagt zum Projekt: „Derzeit nutzt die überwiegende Mehrheit der Heizkraftwerke Erdgas und fossile Brennstoffe als Hauptquelle. Das SmartCHP-System wird eine kleine Lösung für Krankenhäuser, Universitäten, kommunale Gebäude und unzählige industrielle Nutzer bieten, die eine effiziente Alternative zu fossilen Energieträgern nutzen möchten.“

Das eigentlich Neue soll hierbei sein, dass Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl (fast pyrolysis bio oil, FPBO) aus holziger und nichtholziger Biomasse verwendet werden soll. Dieses Öl und ein umgebauter Dieselmotor bilden die Basis für den Kraft-Wärme-Kopplung-(KWK)-Motor. Durch die Integration eines zusätzlichen, FPBO-betriebenen Heizkessels soll dieser Motor mit unterschiedlichen Lasten betrieben werden. Das bedeutet, dass er – je nach Bedarf - mehr Strom oder mehr Wärme erzeugen kann.

Das gesamte SmartCHP-System ist ein Hybrid-System und deshalb vor allem für eine Kombination mit Wind- und Solarenergie geeignet. Ein Problem des gesamten Projekts ist der Zustand des FPBO. Es ist nämlich korrosiver und dickflüssiger als Diesel. Außerdem enthält es mehr Wasser und lässt sich schwieriger entzünden. Aus diesem Grund werden im Laufe des Projekts Lösungen am Motor und am Zündsystem gefunden werden müssen. Das Ziel ist, eine Demonstrations-KWK-Anlage vorzustellen, die problemfrei und unter realistischen Bedingungen betrieben werden kann.