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„Teclit“ Kältedämmsystem am Grand Tower Frankfurt

Der Grand Tower in Frankfurt wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres fertiggestellt und dann mit seinen 172 Metern Höhe das höchste Wohnhochhaus in Deutschland sein. Die kalt gehenden Leitungen des Gebäudes werden mit „Teclit“ von Rockwool gedämmt. Diese Dämmung besteht aus Steinwolle und ist nicht brennbar.

Die TGA-Planung übernahm die ventury GmbH aus Dresden und die ausführenden Unternehmen sind die M&S Haustechnik GmbH und die Kramer Dämmtechnik GmbH, wobei die Kramer Dämmtechnik aus Ludwigshafen die Dämmung mit „Teclit“ des Herstellers Rockwool realisierte.

Zur Ausführung der Dämmung können folgende Punkte genannt werden:
•    die Rohrschalen und Matten bestehen aus Steinwolle
•    für eine diffusionsdichte Verbindung wurden die Stöße mit dem Klebeband „Teclit Alutape“ verschlossen
•    für Anschlussfugen oder Durchdringungen wurde das flexible Dichtband mit Namen „Teclit Flextape“ genutzt
•    mit den „Teclit Hangern“ wurden die Rohrleitungen unter den Decken abgehängt
•    „Teclit Hanger“ umschließen die Rohrleitung mit einem Dämmkern aus druckfester Steinwolle
•    „Teclit“ ist ein geprüftes, nicht brennbares System, welches auch offen in Flucht- und Rettungswegen eingesetzt werden kann
•    Teclit erfüllt die Anforderungen der MLAR (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie) 2016
•    eine Alukaschierung bietet Schutz vor Beschädigungen

Das Teclit – Kältedämmsystem wurde im Grand Tower in Frankfurt in allen Klima- / Kältevor- und Rücklaufbereichen sowie auf den kaltgehenden Trinkwasserleitungen eingesetzt. Insgesamt wurden sagenhafte 10.000 m Kälteleitungen mit den Rohrschalen „Teclit PS Cold“ und etwa 250 Quadratmeter Kanaloberflächen mit der Dämmmatte „Teclit LM Cold“ isoliert. Dazu kamen die Rohrschalen „Rockwool 800“, die bei 12.000 m warmgehenden Trinkwasserleitungen sowie bei Heizungsvor- und -rücklauf eingesetzt wurden.

Für den TGA-Fachplaner Dipl.-Ing. David Bigalke von der ventury GmbH aus Dresden war das das erste Projekt mit Teclit und er sagt: „Mindestens für die Dämmung von Kälteleitungen in Flucht- und Rettungswegen werden wir dieses System als Alternative zu den bekannten Lösungen zukünftig immer vorstellen. Das schon deshalb, weil mit den verschiedenen Rockwool-Dämmprodukten im System den Anforderungen an den Brandschutz Genüge getan wird.“

Laut EnEV (Energieeinsparverordnung) ist eine Dämmung auf Kälteverteil- und Kaltwasserleitungen gefordert. Hierbei sind bestimmte Dämmdicken vorgeschrieben, die aber nach Meinung von Rockwool nicht ausreichen. Ein Tauwasserausfall muss zuverlässig verhindert werden und der Energiebedarf für die Kälteerzeugung sollte gesenkt werden. Rockwool hat daher gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) eigenständige Berechnungen durchgeführt und empfehlenswerte „Teclit“-Dämmdicken für die meisten Anwendungen herausgegeben. Interessierte Anwender können die Dämmdicken je nach Objekt und Anwendungsfall mit der der sogenannten „Teclit Drehscheibe“ ermitteln. Auch für den Fall, dass die Kälteverteilleitungen feuerwiderstandsfähige Decken oder Wände durchdringen, bietet die Drehscheibe Hilfe und zeigt die Dämmdicken für die Rohrschale „Conlit 150 U“. Zusätzlich gibt es von Rockwool das „Teclit Planungstool“, mit dem man Dämmschichtdicken berechnen und Ausschreibungstexte generieren kann.