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Pellet-Brennwertkessel

Was man bei Pellet-Brennwertkessel unbedingt beachten sollte, ist ein hydraulischer Abgleich. Dazu raten auch die Experten der Branche, denn ansonsten kann der Energieeinspareffekt ganz schnell verloren gehen.

Die Brennwerttechnik für Pelletkessel gibt es schon eine Weile auf dem Markt und immer mehr Hersteller bieten diese an. Die Beliebtheit der Brennwerttechnik stieg nicht zuletzt wegen der attraktiven Förderung von 4.500 Euro für Pelletkessel im Gebäudebestand und 3.000 Euro für Pelletkessel im Neubau.

Das Unternehmen Ökofen ist beispielsweise Vorreiter auf dem Gebiet der Brennwerttechnik. Hier finden sich schon seit 16 Jahren Pellet-Brennwertkessel im Programm, wozu folgende gehören:
•    die Modelle „Pellematic Smart“ mit Leistungen zwischen 6 und 14 kW
•    „Pellematic Smart XS“ und „Pellematic Condens“ mit 10 bis 18 kW
•    „Pellematic Plus“ mit 25 und 32 kW an
•    die „Pellematic Maxi“-Baureihe (41, 55 und 64 kW) - Brennwertkessel in Kaskadenschaltung mit bis zu 512 kW

Warum sind Brennwertkessel denn eigentlich so effizient? Die Antwort ist denkbar einfach, denn sie nutzen die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärme. Andere Kessel lassen diese einfach durch den Schornstein verschwinden. Ein Brennwertgerät nutzt diese Wärme für die Heizung. Dadurch ergeben sich Wirkungsgrade zwischen 104 und 107 %. Auch nachrüstbar sind diese Brennwertmodule.

Beispiele für Brennwertgeräte der unterschiedlichen Hersteller sind zum Beispiel folgende:
•    Windhager: „Biowin2 Plus“ mit 10, 16, 22 und 28 kW und einer besonderen Spülfunktion für die Reinigung der Nachheizflächen
•    KWB: „Easyfire CC4“ mit acht Modellen zwischen 10 und 40 kW, der die Energie aus dem Abgas über einen Zusatzwärmeübertrager an der Rückseite nutzt
•    Hargassner: „Nano-PK Plus“ mit Kondensationswärmeübertrager an der Seite des Kessels und mit 6, 9, 12, und 15 kW Nennleistung
•    Fröling: Brennwertmodul für den Pelletkessel „PE 1“ mit automatischer Spüleinrichtung und Kondensatablauf mit Siphon, weitere Brennwerttechnik: „PE 1“ (15, 20 kW), „P4“ (15 bis 60 kW), Hackgutkessel, Scheitholzkessel und Kombikessel (Pellet und Scheitholz)

Das A und O bei jedem Brennwertgerät ist aber die Hydraulik. Und hier insbesondere der hydraulische Abgleich, ohne den jeder Vorteil verloren geht. So werden zum Beispiel ohne Abgleich die Heizungen in der Nähe des Kessels besser vom Heizungswasser durchströmt. Anders gesagt, kann es sein, dass die Wohnung im Erdgeschoss zu viel von der Wärme aus dem Heizungskeller bekommt und die Bewohner der Dachgeschosswohnung frieren. Würde an diesem Punkt die Vorlauftemperatur erhöht, dann würde auch die Rücklauftemperatur höher werden, was wiederum dazu führt, dass der Kessel nicht mehr im Brennwertbetrieb läuft.

Der Brennwerteffekt, der Energie einspart, kann nur erreicht werden, wenn das Rücklaufwasser unterhalb des Taupunktes des eingesetzten Brennstoffs abgekühlt ist. Bei Erdgas beispielsweise liegt der Wasserdampftaupunkt im Rauchgas bei ca. 59°C, bei Heizöl bei ca. 48°C, bei der Verbrennung von Holz je nach Wassergehalt zwischen 20 und 60°C und der Taupunkt des Rauchgases von Pelletfeuerungen liegt z.B. zwischen 40 und 50°C.

Hierbei gilt dann: Je niedriger die Rücklauftemperatur, desto besser der Brennwerteffekt. Aus diesen Gründen ist ein hydraulischer Abgleich unumgänglich und außerdem eine wichtige Voraussetzung für effizientes Heizen. Nun lässt sich die Rücklauftemperatur aber nicht einfach so einstellen, sondern ergibt sich indirekt aus einer geringen Vorlauftemperatur. Daher ist es so, dass eine Heizungsoptimierung mit hydraulischem Abgleich die Vorlauftemperatur niedrig hält. Dazu kommt die Tatsache, dass das Heizungswasser langsam genug durch die Rohre fließt, um entsprechend abzukühlen.