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„StreetScooter“ für das Handwerk

Im Hinblick auf die Dieselverbote in deutschen Städten macht sich das SHK-Handwerk Gedanken über Alternativen des Transports. Eines ist dabei klar: auf ein Auto verzichten können die Handwerker nicht, denn Werkzeug und Material muss nun mal bis zum Kunden transportiert werden. Hamburg hat bereits einige Strecken für ältere Diesel gesperrt und es ist absehbar, dass andere Städte, wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Bonn oder Essen nachziehen.

Die Frage ist nun, wie die Zukunft aussieht. Wäre E-Mobilität auch eine Alternative für das Handwerk? Mal abgesehen davon, dass sich viele Handwerker vorstellen können, ein E-Auto zu nutzen, sind auf der anderen Seite auch Bedenken, wie Preise, Praktikabilität und Reichweiten zu finden.

Es gibt tatsächlich eine Alternative, nämlich den „StreetScooter“, der von der gleichnamigen StreetScooter GmbH schon seit 2015 in Serie hergestellt wird. Die Fahrzeuge werden in Aachen und Düren produziert und sind schon vielfältig im Einsatz, wie beispielsweise für die Deutsche Post, für Kommunen und Stadtwerke. Auch diverse Gewerbetreibende aus Industrie, Handel und Handwerk nutzen den StreetScooter. Der Hersteller sagt stolz, dass den Handwerkern damit „ein vielfältig einsetzbares, umweltfreundliches und vor allem in der Praxis erprobtes Nutzfahrzeug“ zur Verfügung steht.

Das Fahrzeug wurde von der baden-württembergischen Firma Miller Heizung & Sanitär GmbH aus Illerkirchberg im Alb-Donau-Kreis getestet. Gewählt wurde ein Modell mit einem Kofferaufbau und mit einer Batteriekapazität von 40 kWh, was laut Hersteller für bis zu 205 Kilometer reichen soll. Kai Miller und sein Team sind begeistert und freuen sich besonders über das positive Feedback der Kunden. Miller sagt: „Der StreetScooter kam sehr gut an und ist für uns absolut imagefördernd.“ Das Unternehmen plant nun, ihre Flotte kurzfristig mit einem „StreetScooter“ zu ergänzen.

Geladen werden können die StreetScooter an nahezu jeder öffentlichen Stromtankstelle und notfalls sogar an der Schuko-Steckdose. Eine andere Möglichkeit ist die Hilfe des Herstellers des StreetScooters, der individuelle Lösungen der Ladeinfrastruktur für einzelne Fahrzeuge und auch für ganze Flotten anbietet.

Weitere Vorteile, die jeder Handwerker zu schätzen weiß, sind beispielsweise folgende:

  • das Modell „WORK Box“ mit Kofferaufbau ist so groß, dass es eine Badewanne transportieren kann
  • die Heck- und Seitentüren bieten einen guten Zugang zu Werkzeug und Materialien
  • die Bodenplatte hat eine rutschfeste Oberfläche und integrierte Zurrschienen
  • die Modelle „WORK“ und „WORK L“ bieten ein Ladevolumen von 4,3 bis 8 m3
  • der „WORK“ fasst maximal 720 kg, der „WORK L“ fasst 905 kg
  • die individuell konfigurierbare Inneneinrichtung

Prof. Dr. Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH, fasst das so zusammen: „Wir sehen unseren ‚StreetScooter‘ als Werkzeug, das die Prozesse unserer Kunden verbessert.“

Auch im Bereich der Kosten kann der „StreetScooter“ punkten, denn die Kosten für Wartung, Reparatur oder Energie liegen noch unter den Kosten, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verursachen. Dazu kommen die Fördermöglichkeiten. Kai Miller beispielsweise kann den Umwelt-Bonus von 4000 Euro nutzen und ebenso eine Prämie von 3000 Euro aus dem Fördertopf des Landes Baden-Württemberg.

Auf die Frage, ob sich ein StreetScooter für das eigene Unternehmen lohnt, antwortet der Hersteller mit vier Fragen. Werden die meisten Fragen mit Ja beantwortet, dann „ist der Stromer auf jeden Fall etwas für Ihr Unternehmen.“ Die Fragen lauten:

  • Fahren Sie täglich maximal 150 bis 200 km?
  • Transportieren Sie regelmäßig weniger als 1000 kg?
  • Fahren in Ihrem Fahrzeug selten mehr als zwei Personen mit?
  • Liegen zwischen zwei Arbeitsschichten mindestens acht Stunden?


Zusätzlich bietet die StreetScooter GmbH ihren Kunden ein Versicherungspaket und Serviceleistungen wie Förderberatung, Finanzierung oder Unterstützung bei der Ladeinfrastruktur an.