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Schutz der Unternehmen vor Einbrüchen

Sagenhafte 300 Millionen Euro Schaden entstehen jährlich in Betrieben durch Einbrüche. Das ist eine hohe Summe und viele Unternehmer überlegen sich, wie sich schützen können. In der SHK-Branche gibt es einige Möglichkeiten, das Einbruchsrisiko zu senken und smarte Technik für die Prävention zu nutzen. Dazu hat Ralf Michl, Experte der Nürnberger Versicherung, mal einige Ausführungen im IKZ-Interview gemacht.

Ralf Michl ist der Ansicht, dass gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen derzeit noch nicht genug getan wird, um es den Einbrechern schwerer zu machen. Einbruchschutz sollte zum wichtigeren Thema werden.

Auf die Frage nach empfehlenswerten Maßnahmen zur Vorbeugung, führt Michl folgende Punkte an:

  • Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes, auch im Hinblick auf die Inhaltsversicherung, die bestimmte Schutzmaßnahmen voraussetzt
  • die VdS Schadenverhütung, Europas größtes Institut für Unternehmenssicherheit, bewertet Firmen entsprechend ihres Einbruchsrisikos und spricht Empfehlungen aus  (www.vds.de/betriebsartenverzeichnis,  oder www.vds.de/sicherungsrichtlinien)
  • Ratschläge der Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen (www.polizei-beratung.de)


Michl führt außerdem aus, wo genau Schwachstellen liegen, nämlich im Bereich Türen und Fenster. Türen, Fenster, Rollläden und Gittertüren sollten mit einer entsprechenden Widerstandsklasse nachgerüstet werden. Ganz wichtig hierbei sind natürlich auch Schau- und Kellerfenster. Wer Fragen hat oder eine Beratung braucht, der kann sich an die so genannten Errichterfirmen wenden, die von der VdS Schadenverhütung zertifiziert und geprüft sind und dabei helfen, eine fachgerechte und professionelle Nachrüstung vorzunehmen. Auf der Internetseite der VdS sind diese Firmen aufgelistet.

Auch der große Bereich der smarten Haustechnik kann vor Einbrüchen schützen. Die Möglichkeiten sind hierbei vielfältig, Ralf Michl führt zum Beispiel folgende Punkte an:

  • Vernetzung von Bewegungsmeldern, Überwachungskameras und Alarmanlagen mit dem Smartphone
  • Festlegung, welche Sensoren im Ernstfall auslösen sollen
  • ist jemand an der Tür, könnte im Gebäude das Licht angehen
  • werden Bewegungen registriert, könnte die Polizei alarmiert und ein Alarm ausgelöst werden
  • Empfang von Livebildern der Überwachungskamera mit dem Handy
  • eine Sprachfunktion gestattet sogar den direkten Kontakt mit den Einbrechern, was diese sicherlich vertreibt


Die Mitarbeiter jedes Unternehmens müssen auch wissen, wie sie mit der entsprechenden Technik umzugehen haben. Daher sollten Arbeitgeber klare Regeln für den Umgang mit Sicherungsmaßnahmen formulieren. Es muss unmissverständlich festgelegt sein, wer wann für welche Maßnahme verantwortlich ist und wer abschließt und die Alarmanlage aktiviert.

Natürlich gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen Einbrecher, so dass sich die Frage nach der richtigen Absicherung stellt. Michl empfiehlt hier eine Geschäfts-Inhaltversicherung, die das gesamte Betriebsinventar von der Büroeinrichtung bis zu Arbeitsgeräten und Materialien umfasst. Eine Möglichkeit bietet hierbei die Nürnberger Versicherung mit folgenden Punkten:

  • individueller und flexibler Schutz
  • Mitversicherung von Schäden an Türen, Schlössern, Fenstern, Rollläden, Schutzgittern oder Wänden Mitversicherung von möglichen Ertragsausfälle aufgrund gestohlener Arbeitsgeräte
  • Mitversicherung von laufenden Betriebskosten für bis zu 24 Monate