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Flächenheizungen und Flächenkühlungen in der Zukunft

Wie es mit der Heizungstechnik weitergeht und welche Rolle dabei Flächenheizungen spielen, wurde Ende November letzten Jahres auf einem Symposium des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen diskutiert.

Hier wurden Ausblicke in die nächsten Jahre und Jahrzehnte riskiert und versucht, Antworten zu finden auf wichtige Fragen, wie:

  • Wird es tiefgreifende Veränderungen in der Heizungsbranche geben?
  • Wie geht es mit der Digitalisierung weiter?
  • Was wird an Heiztechnik gefragt sein und was nicht?


Das Symposium fand in Bad Nauheim statt und es kamen ungefähr 110 interessierte Teilnehmer. Die große Überschrift war: „Die Zukunft ist digital – Chancen und Risiken für den Wärmemarkt“. Zunächst war Geschäftsführer Axel Grimm an der Reihe, der über Veränderungen im Verband berichtete. Er teilte unter anderem mit, dass die beiden Internetseiten „www.flaechenheizung.de“ und „www.flaechenheizungsfinder.de“ überarbeitet wurden und nun auch Social-Media-Kanäle genutzt werden. Er gibt an, damit „einen großen und wichtigen Schritt in die Zukunft“ getan zu haben.

Dr.-Ing. Norbert Fisch, Professor an der TU Braunschweig und erster Referent des Symposiums, verbindet mit dem Begriff „klimaneutral“ insbesondere CO<sub>2</sub>-Emissionen. Seine Vorstellung von möglichst geringen CO<sub>2</sub>-Emissionen bringt er eindeutig mit der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik in Verbindung und bezeichnet das „als eines der Heizsysteme der Zukunft“. Im Neubau sieht er hierbei keine Probleme, bei der Sanierung jedoch müssten Maßnahmen greifen, um die CO2-Emissionen signifikant zu senken. Er hält es für sinnvoll, folgende Punkte zu überdenken:

  • CO<sub>2</sub>-Labels für Gebäude
  • Förderung von CO<sub>2</sub>-Minderungsmaßnahmen
  • CO<sub>2</sub>-Bepreisung bei fossilen Brennstoffen
  • Erhöhung der Gebäudesanierungsquote und des Wärmedämmstandards

Dazu müssten aber, so fährt er weiter fort, die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) überarbeitet und zusammengefasst werden. Am neuen Werk mit dem Namen Gebäude-Energie-Gesetz, kurz GEG arbeiten derzeit die beteiligten politischen Gremien.

Der zweite Referent war Dipl.-Ing. Horst-Peter Schettler-Köhler vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Er geht davon aus, dass eben dieses GEG erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 alle politischen Instanzen durchlaufen haben wird.

Ein großes Thema des Zusammentreffens war die Vollraumheizung mittels einer elektrischen Flächenheizung, über das drei Referenten ihre Vorträge hielten. Für Thomas Schüßler (FachplanerEnergie), Axel Lange (ArgillaTherm) und Lars Gumtow (Frenzelit) haben Flächenheizungen eine große Zukunft. Einzige Voraussetzung hier: Der niedrige Energiebedarf, was in Neubauten kein Problem ist. Die Trinkwassererwärmung würde in diesen Gebäuden über elektrische Durchlauferhitzer erfolgen und eine Wohnungslüftungsanlage sowie eine Photovoltaikanlage seien obligatorisch.