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Modernisierungsrate weiterhin zu gering

Die Intensität, mit der die Deutschen an die Sanierung ihrer Heizungsanlage gehen, lässt noch immer sehr zu wünschen übrig. Das hat jüngst der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie in seiner jährlichen Bilanz bekannt gegeben. Man schätzt, dass sich ungefähr 12 Millionen veraltete Heizungen in deutschen Haushalten befinden. Da wäre also ein enormes Potential.

Trotzdem ist die Modernisierungsquote weiterhin auf niedrigem Niveau. Nach der neuen jährlichen Bilanz des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) haben die im Verband organisierten Hersteller ein Plus von 3% im Vergleich zum Vorjahr im Absatz von neuen Wärmeerzeugern erzielt. Das entspricht ca. 732.000 Wärmeerzeugungsgeräten. Der Verband sagt aber dazu, dass dieses Plus ausschließlich mit dem dynamischen Neubaugeschäft begründet wird.

BDH-Präsident Uwe Glock sagt: „Rund 600.000 Geräte gingen im letzten Jahr in die Bestandssanierung. Bei circa 12 Mio. veralteten Anlagen im Bestand ist die jetzige Modernisierungsquote zu gering. Hier muss die Politik endlich Anreize setzen, um das reichlich vorhandene private Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren.“

Die Bilanz des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie zeigt auch die Rangfolge der nachgefragten Technologien auf:

  • Platz 1: Gas-Brennwerttechnik mit 492.500 abgesetzten Geräten, was ein Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr bedeutet
  • Platz 2: Wärmepumpen mit 84.000 abgesetzten Geräten, was ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet
  • Platz 3: Öl-Brennwerttechnik mit 58.500 abgesetzten Geräten, was ein Minus von 3% gegenüber dem Vorjahr bedeutet

Ganz und gar unzufrieden verläuft dagegen die Marktentwicklung bei Heizungen auf Basis von Biomasse. Hier war mit 24.000 abgesetzten Geräten ein ganz deutliches Minus von 9% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Übrigens hat der BDH neben den erwähnten Zahlen der Marktentwicklung auch noch die Ergebnisse seiner jährlichen Multimomentaufnahme bekannt gegeben. Demnach sind im BDH insgesamt 104 Unternehmen organisiert, die zusammen ca. 75.500 Mitarbeiter haben und einen weltweiten Umsatz von insgesamt 15,1 Milliarden Euro erwirtschaften konnten.