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Wärmerückgewinnung bei Miele

Vorbildlich ist es, wenn man die Abgaswärme noch einmal verwendet. Nutzen ließe sich Abgaswärme in der Produktion oder auch für die Gebäudeerwärmung. Genau das nimmt man sich bei Miele im Werk Oelde zu Herzen. Hier werden Backöfen sowie Zubehör, wie etwa Backbleche, bei sehr hohen Temperaturen gebrannt.

Die Abwärme, die hierbei entsteht, hat Temperaturen von bis zu 250°C. Miele nutzt das, zumindest einen Großteil davon, um mit Hilfe von zwei Abgaswärmeübertragern der NET Energie GmbH die Abwärme wieder der Produktion bzw. der Gebäudeerwärmung zuzuführen. Hierbei handelt es sich konkret um die Modelle „Thermojekt“ mit 97 bzw. 50 kW.
 
Die Eigenschaften eines solchen Bauteiles sind folgende:

  • enthält ein hochlegiertes Stahl-Register aus Rippenrohren
  • die Größe des „Thermojekt“ legt die Anzahl der Rippenrohre im Register fest
  • der Durchmesser des Abgasein- und -austritts mit DN 300 und DN 350 wurde an die Bestandsanlagen im Miele-Werk angepasst
  • die Anlage enthält doppelwandige Edelstahl-Schornsteine aus der Raab-Serie „DW“ in entsprechender Nennweite
  • mit integriert wurde ein Rauchsauger „Diajekt RSD 350“ aus dem Hause Kutzner + Weber


Hat das Abgas die Wärmeübertrager durchströmt, sinkt dessen Temperatur von 250°C auf ca. 115°C. Die Energie, die damit gewonnen wurde, wird etwa zur Hälfte den zum Emaillierprozess gehörenden Tauchbecken zugeführt. Die andere Hälfte der gewonnenen Wärme fließt in die Gebäudebeheizung. Auf diese Weise ergibt sich eine deutlich höhere Energieeffizienz und es wurden Betriebskosten in Höhe von 43.000 Euro pro Jahr eingespart.