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Wärmeerzeuger bei E.M.P.

E.M.P. bedeutet Exclusive Merchandise Products. Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen mit Sitz in Lingen an der Ems, welches sich Merchandising, speziell im Bereich der Musik-, Entertainment- sowie Gaming-Szene auf die Fahne geschrieben hat. Die steigende Nachfrage nach den Artikeln brachte es mit sich, dass die Lagerkapazitäten 2017 erweitert werden mussten und damit musste auch ein Konzept für die passende Heiztechnik her. 5.500 Quadratmeter Fläche werden nun von Brötje-Heiztechnik versorgt.

Die Entscheidung für das neue Lager von E.M.P. fiel bereits im Oktober 2016, ein zweistelliger Millionenbetrag sollte investiert werden. Schon im März 2017 war das riesige Gebäude inklusive Sozial- und Büroräumen im Obergeschoss fertiggestellt. Selbstverständlich wurde viel neue Technik integriert, wie eine Autostore-Anlage für die Lagerung sowie Kommissionierung und eine Heizzentrale aus dem Hause Brötje. Für die Versorgung der Räume mit Wärme sind Deckenstrahlplatten in der Halle sowie Flächenheizungen in den Sozial- und Büroräumen verantwortlich. 

In der Planungsphase entschied man sich seinerzeit für die Zusammenarbeit mit einem Profi: Das Ingenieurbüro Temmen VDI GbR aus Lingen, welches Erfahrungen im Bereich anspruchsvoller Planungsleistungen der Gebäudetechnik hat. Zusammen mit den Bauherren entschied sich Fachplaner Michael Schmidt für einen Mix aus Erneuerbaren Energien und Gas-Brennwerttechnik.

Man entschied sich für drei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit einer Heizleistung von je 54 kW und zwei Gas-Brennwertgeräte des Typs „SGB 125H“ mit einer Leistung von je 125 kW, die Spitzen abfangen und Ausfälle kompensieren sollen. Daniel Norder, zuständiger technischer Außendienst bei Brötje, erklärt: „Die grundsätzlichen Vorteile einer Kaskadenschaltung liegen auf der Hand: eine hohe Ausfallsicherheit durch den redundanten Aufbau der in Reihe geschalteten Kessel sowie deren Modulierbarkeit.“ Im laufenden Betrieb erfolgt alle 100 Betriebsstunden eine Umschaltung auf den anderen Kessel.

Weitere technische Einzelheiten der Heizanlage sind folgende:

  • 250-mm-Abgassystem aus Polypropylen PP von ATEC über das Hallendach für die Abluft
  • zwei Verbrennungsluftleitungen durch die Fassade für die Zuluft
  • eine Kondensat-Neutralisationsbox „NEOP 300“ für die Neutralisation der Verbrennungsgase aus dem sauren Rauchgaskondensat der Gas-Brennwertkessel
  • ein Wasseraufbereitungsmodul „Agua Safe“, um den Regelungen der VDI 2035 an das Heizungswasser gerecht zu werden


Die Installation der Heizung übernahmen die Fachleute der Gebr. Knuf Heizungsbau GmbH aus Lingen. Die Installation der Brötje-Anlage ging vereinfacht vonstatten, da sie einige Vorteile mit sich brachte:

  • spezielle Brötje Zubehörkomponenten mit dem Namen „Multilevel“
  • weitestgehend identischer Aufbau von allen Brötje-Kesseln
  • vorbereiteten Anschlüsse auf der Geräte-Oberseite
  • Regelung über den integrierten „ISR“-Systemregler im 1. Brennwertkessel
  • einfache Regelung der Kesseltemperatur witterungsabhängig gleitend und Modulation des Brenners je nach angeforderter Last
  • Online-Kommunikationszentrale für die Überwachung und den Fernzugriff inkl. Mailbenachrichtigung im Störfall