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Pelletlager richtig planen

Pelletlager sollten gut geplant werden, denn es gibt einige Faktoren, die hierbei berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören die richtige Größe und Lage, statische Anforderungen, Austragungstechnik, Belüftung, qualitätsschonender Einblasweg und gute Zugänglichkeit für Wartung, Reinigung und Lieferung. Nicht zuletzt ist es ja auch gefährlich, wenn der Pelletlieferant klettern muss, um seine Fracht abzuladen oder der Heizungsinstallateur nur unter Gefahr seine Arbeit verrichten kann. Sind die Schlauchwege vom Lager zum Tankwagen zu lang, dann entsteht außerdem ein unnötiger Feinanteil im Lager, der wiederum den Wartungsaufwand in die Höhe treibt. Jeder Heizungsbetreiber, der Pellets nutzt, spart also bares Geld, wenn er sich im Vorfeld um die Planung seines Pelletlagers ausreichend Gedanken macht.

Natürlich sind in erster Linie eine gute Lage und die freie Zugänglichkeit des Pelletlagers wichtig. Kurze Wege für das Heizgut sind das A und O.  Die Lieferstrecke vom Fahrzeug zum Lager ist dabei ebenso gemeint wie der Weg der Pellets vom Lager in den Kessel. Auch ist eine ausreichende Lagerbelüftung essentiell, ebenso wie ein einfacher Zutritt zum Lager, um Arbeiten wie die Reinigung und Prüfung vor der Befüllung durchführen zu können. Schlussendlich sollten die Befüll- und Absaugkupplungen mit genügend Montagefreiheit ausgestattet sein.

Insgesamt lassen sich einige Punkte zusammenfassen, die die Lage und Zugänglichkeit eines Pelletlagers betreffen:

  • Stellplatz für das Lieferfahrzeug: muss belastbar bis 10 Tonnen Achslast sein, darf kein oder nur ein geringes Gefälle haben, darf den Verkehr nicht stören, wenn möglich störungsfrei für andere Anwohner wegen des Lärms beim Befüllen
  • geeigneter Zufahrtsweg für Lieferfahrzeug ohne Hindernisse, wie Bäume oder Zäune in ausreichender Breite
  • benötigte Schlauchlänge: maximal 30 Meter, einschließlich des fest installierten Befüllsystems 35 Meter
  • Einblas- und Absaugstutzen müssen ins Freie führen
  • Lagerraum optimalerweise an Außenmauer platzieren
  • Befüllkupplungen dürfen maximal auf 2 Meter Höhe angebracht sein oder es führen sichere Rampen dorthin
  • Befüllkupplungen in Lichtschächten müssen 45° nach oben zeigen und der Abstand von der Kupplung zur Geländeoberkante darf maximal 25 Zentimeter betragen
  • ausreichende Montagefreiheit muss gegeben sein
  • innen liegende Befüllkupplungen benötigen einen Arbeitsraum von mindestens 50 Zentimeter
  • Zugänglichkeit für Wartungs- und Reinigungsarbeiten muss immer gewährleistet sein
  • Zutrittstür von 200 cm x 80 cm oder zumindest eine Eintrittsöffnung von mindestens 80 cm x 80 cm ist notwendig, muss nach außen zu öffnen und staubdicht sein, muss Brandschutzklasse T30 entsprechen
  • Tür/Einstiegsöffnung mit möglichst großem Abstand zu Einblasleitung
  • Sicherstellen einer Querlüftung beim Betreten des Lagers
  • Belüftung des Vorraums des Lagers notwendig
  • Sichtfenster aus transparentem Kunststoff zur optischen Füllstandskontrolle und Lagerprüfung