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Indirekte Kühlübergabestationen

Wenn die Energie von einem ersten Kühlkreislauf über einen Wärmetauscher zu einem sekundären Kühlkreis geleitet wird, dann spricht man von einer indirekten Kühlübergabestation. Vom sekundären Kühlkreis wird die Energie dann an das Endgerät abgegeben. In solch einem Fall bleiben Primär- und Sekundärkreis immer hydraulisch voneinander getrennt. Indirekte Übergabestationen ermöglichen den Betrieb beider Seiten in verschiedenen Druckstufen, eben, weil sie hydraulisch voneinander getrennt sind. Solche Übergabestationen liefern zahlreiche Vorteile und sind besonders für Gebäude mit großer statischer Höhe geeignet.

Im Vergleich zur indirekten Kühlübergabestation hat eine herkömmliche Klimaanlage einige Nachteile:

  • durch Beschädigungen des Endgerätes oder durch Leckagen in der Verteilung innerhalb der Räumlichkeiten können hohe Schäden auftreten, wenn das System leerläuft
  • Luft oder Verschmutzungen im System können die Leistung der Anlage verringern
  • die Lebensdauer der einzelnen Komponenten kann verringert sein
  • durch Verunreinigungen ist auch ein Totalausfall möglich
  • Erweiterungen oder Sanierungen der Anlage haben Auswirkungen auf das gesamte hydraulische System

Setzt man nun indirekte Kühlübergabestationen in einem dezentral ausgelegten Kühlsystem ein, dann haben sich diese aufgezählten Probleme erübrigt.

Durch die hydraulische Trennung von Primär- und Sekundärkreis ergeben sich einige Vorteile:

  • der Betrieb ist bedarfsgesteuert, das heißt, ein Durchfluss durch die Station findet nur statt, wenn es eine Kühlanforderung gibt
  • Störungen und Beeinträchtigungen wie Leckagen, Luftdiffusion oder Verschmutzung im Sekundärkreis haben keinen Einfluss auf das primäre Kühlsystem
  • umgekehrt haben auch Verschmutzungen im Primärkreis keine Auswirkungen auf die sekundäre Seite, so dass ein Schaden minimal gehalten wird

Aus diesen Vorteilen resultierend ergeben sich besonders in sensiblen Umgebungen, wie in Serverräumen, Pflegeeinrichtungen, in lebensmittelverarbeitenden oder lagernden Bereichen, in hochwertigen Büro- und Lebensräumen viele Einsatzmöglichkeiten für die indirekte Kühlübergabestation.

Außerdem sollten weitere Punkte beachtet werden, die sich aus der hydraulischen Trennung von Primär- und Sekundärkreis ergeben:

  • der Betrieb beider Seiten ist in verschiedenen Druckstufen möglich
  • beide Seiten können individuell abgeglichen werden, was für einen effizienten Betrieb des Gesamtsystems sorgt
  • in einem Multifunktionsgebäude kann der maximale Betriebsdruck auf der sekundären Seite zum Beispiel niedriger sein als im übrigen Gebäude
  • in der Planung ergibt sich eine große Flexibilität, weil Änderungen im Sekundärkreis keine Auswirkung auf das vorliegende primäre Netz haben


Die Meibes System-Technik hat mit der LogoCool eine neue indirekte Kühlübergabestation auf den Markt gebracht. Integriert ist hier ein Edelstahlplattenwärmetauscher für wasserbasierende Kühlsysteme. Folgende Punkte sind hier wichtig:

  • auf der sekundären Seite ist ein druckunabhängiger Volumenstromregler integriert, was eine stufenlose Regelung der Leistung ermöglicht
  • optional erweiterbar ist die Station mit einem Wärme-/Kältezähler oder mit einer Datenkommunikation via M-Bus
  • eine optimale Abschirmung ist durch das gedämmte Hybridgehäuse gegeben
  • durch die besondere Baukonstruktion ist auch eine Nutzung bei sehr niedrigen bzw. einstelligen Medientemperaturen möglich

 
Meibes bietet vor allem individuell projektbezogene Auslegungen. So ist die S-Line der LogoCoolist in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich:

  • mit einer Leistung von 1 bis 5 kW
  • mit einer Leistung von 2 bis 12 kW
  • mit einer Leistung von 12 bis 16 kW

Eingesetzt werden kann diese Übergabestation vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern, in Wohnungen, in Apartments und in kleineren kommerziell genutzten Gebäudebereichen.

Neu ist die M-Line des Unternehmens. Es handelt sich hierbei um eine kompakte Übergabestation mit höherem Leistungsniveau:

  • das Leistungsspektrum liegt bei 9 bis zu 24 kW
  • ein Einsatz in größeren Anwendungen wie in Fitnessstudios, Bürogebäuden oder anderen kommerziell genutzten Räumlichkeiten ist möglich