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Gefragter OK-Ökostrom

OK-Ökostrom erkennt man am Ok-Power-Zeichen und dieses steht dafür, dass es sich um ausgezeichneten Ökostrom handelt, der qualitativ anspruchsvoller als andere am Markt ist. Dieses Powerzeichen ist es auch, worauf die Kunden offenbar vermehrt achten, denn die Nachfrage steigt.

Neben dem Ok-Power-Label, das nach außen hin signalisiert, dass es sich um ein Ökostrom-Produkt handelt, gibt es auch noch weitere Label, wie zum Beispiel das Grüner-Strom-Label. Wissen sollte man aber, dass Ökostrom nicht gleich EEG-Strom ist. Der Strom aus erneuerbare Energien-Anlagen fließt allgemein ins Netz ein. Um sich Ökostromprodukt nennen zu können, müssen 100 Prozent aus Ökostrom bestehen, die außerhalb des EEG produziert werden. So kaufen viele Anbieter zum Beispiel Ökostrom aus Wasserkraft, bevorzugt aus Skandinavien, ein. Die Gewinner hier sind auf der einen Seite die skandinavischen Wasserkraftwerksbesitzer, die ihren Strom nach Deutschland teurer als in der Heimat verkaufen können und auf der anderen Seite die Energieversorger bei uns, die relativ günstig Ökostrom einkaufen und diesen dann relativ teuer an Endverbraucher verkaufen.

Die für die OK-Power-Zertifizierung zuständige Stelle ist Energie Vision mit Sitz in Freiburg. Hier wurde jüngst bekannt gegeben, dass für 2018 mit einem Zuwachs von mindestens 4 Prozent der gesamten nach Ok-Power zertifizierten Menge gerechnet wird. Die Zahlen für 2019 sehen noch besser aus: Hier sehen die Experten einen viel deutlicheren Zuwachs von über 25 Prozent auf 4,4 TWh Ok-Power-Strom.

Energie Vision gab auch bekannt, dass die Nachfrage nach zertifiziertem Ok-Power-Ökostrom seit diesem Jahr wieder deutlicher angestiegen ist. Die Hamburger Stelle von Energie Vision sieht verschiedene Gründe dafür, wie beispielsweise:

  • ein steigendes Interesse von Endverbrauchern
  • die vermehrte Beschäftigung mit dem Thema Ökostrom
  • äußere Einflüsse wie die Geschehnisse um RWE und dem Hambacher Forst
  • mehr Stromanbieter sind in die Zertifizierung eingestiegen
  • mehr Unternehmen, die vermehrt Ok-Power-zertifizierte Ökostromprodukte nachfragen