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Brennstoffzellenheizung als echte Alternative

Das Thema der Brennstoffzellenheizungen ist ein großes und zugleich umstrittenes. Fakt ist, dass Brennstoffzellenheizungen eine echte und überdenkenswerte Alternative zu herkömmlichen Heizanlagen darstellen. Befasst man sich näher mit dem Thema Brennstoffheizung, dann bleiben aber viele Fragen offen, wie zum Beispiel nach er Zukunft der Anlagen, nach den eigentlichen Vorteilen oder dem Nutzen.

Selbst Heizungshersteller sind sich uneinig, einige setzen auf den Trend Brennstoffzelle, andere wiederum nicht. Dabei kann die Brennstoffzellenheizung mehr als eine Heizung, denn als Mikro-KWK-Anlage liefert sie nicht nur Wärme, sondern auch Strom.

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten von Brennstoffzellen. Zu den wichtigsten gehören die SOFC- und die PEM-Brennstoffzelle. Brennstoffzellenheizungen können nur einen Teilbereich an Strom und Wärme abdecken und bedürfen daher eines weiteren Wärmeerzeugers für die Spitzenlast. Hier bieten einige Hersteller auch Kombigeräte an, die sowohl Brennstoffzelle als auch Brennwertgerät in einem vereinen.

Aber wie sieht es nun mit den Vorteilen aus? Welche Punkte sprechen für eine Brennstoffzellenheizung? Da gibt es folgende Fakten zu nennen:

  • Robustheit und Langlebigkeit
  • wartungsarmer Betrieb
  • leise Arbeitsweise
  • wenig Platzbedarf
  • reduzierte Energiekosten
  • geringere Umweltbelastung durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom
  • Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung durch Eigenproduktion
  • Speicherung oder Einspeisung von überschüssigem Strom
  • Vergütung des eingespeisten Stroms
  • alle Anforderungen der EnEV 2016 werden mehr als erfüllt


Gerade zu den reduzierten Energiekosten sagt Pressesprecher Wolfgang Rogatty von Viessmann: „Im Vergleich zum Strombezug aus dem Netz und der herkömmlichen Wärmeversorgung mit einem Heizkessel reduziert unsere Brennstoffzellenheizung ‚Vitovalor‘ die Energiekosten eines Haushalts um bis zu 40%. Darüber hinaus decken die zu 18 kWh Strom, die das Gerät pro Tag erzeugt, einen großen Teil des Strombedarfs eines üblichen Haushaltes.“ Für Brennstoffzellenheizungen werden darüber hinaus staatliche Förderungen gewährt. Das und die Tatsache, dass sich die Anschaffungskosten im Vergleich zum Start der Technologie auf 20.000 bis 25.000 Euro reduziert haben, machen aus einer Brennstoffzellenheizung eine echte Alternative.

Was sind denn nun die Voraussetzungen für eine solche Technologie? Das wichtigste ist, dass ein Anschluss an die öffentliche Gasversorgung vorhanden ist oder geschaffen wird. Wird ein Gebäude bereits mit Gasbrennwert beheizt, ist der Installationsaufwand sehr gering. Insgesamt lässt sich sagen, dass je mehr Strom und Wärme die Brennstoffzellen erzeugen können, umso schneller amortisiert sich die Investition. Somit ist ein hoher Energiebedarf eines Gebäudes auf jeden Fall von Vorteil. Ebenso sieht es mit dem Strombedarf aus – je mehr, desto besser.

Eine sinnvolle Kombination ist auf jeden Fall mit einem Wärmespeicher gegeben. Der schwankende Wärmebedarf wird ausgeglichen und die Brennstoffzelle arbeitet lange und gleichmäßig. Ob sich ein Brennstoffzellenheizgerät für den Nutzer rechnet, ist also von diversen Gegebenheiten rund um das Objekt, den Gewohnheiten der Nutzer oder dem individuellen Energiebedarf abhängig.

Fakt ist auch, dass der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) die Technologie der Brennstoffzelle auf der Weltleitmesse ISH 2017 als Zukunftstrend bezeichnet hat. Und schlussendlich hat man auch die Anforderungen der Energiewende im Hinterkopf, die vor der Heizungsbranche nicht haltmachen. Wolfgang Rogatty von Viessmann sagt: „Derzeit sind schon über 1000 „Vitovalor“ Brennstoffzellen-Heizgeräte installiert. Voraussichtlich wird sich diese Zahl noch in diesem Jahr verdoppeln.“