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Wachstum der Branche

Die Branche der Windenergie ist stabil, die Wachstumsdynamik ebenso – so könnte man den momentanen Stand der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen zusammenfassen. Günter Tallner, Bereichsvorstand Nord Mittelstandsbank & Erneuerbare Energien der Commerzbank sieht das etwas differenzierter: Er sieht eine intakte Wachstumsdynamik für den Ausbau der Windenergie, merkt aber auch an, dass sich die Märkte in Richtung Asien und von Onshore zu Offshore verschieben. Das sagte er bei einem Pressetermin zum Windenergiemarkt.

 

Die Faktoren, die das Wachstum der Branche weiter antreiben, sind nach wie vor vorhanden. Diese Faktoren sind unter anderem:

•    ein global steigender Energiebedarf
•    der Klimawandel
•    die unsichere Versorgungslage
•    abnehmende Gestehungskosten für  erneuerbare Energien

Allerdings muss man zum deutschen Windmarkt Herrn Tallner rechtgeben, der da sagt: „Er ist stabil, allerdings ist die Sturm-und-Drang-Zeit vorbei.“ Onshore- und Offshore- Entwicklungen zeigen zudem unterschiedliche Entwicklungen.

Auch zu den Klimazielen der Bundesregierung wurde mit Herrn Tallner von der Commerzbank gesprochen. Hierzu sagt er optimistisch: „Ich sehe das als eine Übergangszeit, um sich neu auf das EEG einzustellen. Die Branche ist sehr flexibel.“ Die Commerzbank gehört übrigens zu den führenden europäischen  Anbietern mit einem Portfolio von 3,81 Mrd. Euro RE-Projektfinanzierungen. Hierbei ist Deutschland ungebrochen der stärkste Markt mit einem Portfolio – Anteil von 70%, was 2,71 Mrd. Euro entspricht.

Die Entwicklung der Windenergie geht also voran. Das ist auch das Ergebnis einer Studie von der HSH Nordbank in Hamburg, welches besagt, dass Deutschland der wichtigste Markt für Windenergieanlagen und ebenso der  größte Produzent von Windstrom in Europa bleibt. Sagenhafte 88 Terawattstunden Strom wurden 2015 allein in Deutschland aus Windenergie erzeugt. Weiter heißt es in der Studie, dass die Weiterentwicklung der Anlagentechnik und der Bau von immer größeren Anlagen im Binnenland auch künftig für die Weiterentwicklung der Branche positiv sind. Es werden immer weitere Potenziale erschlossen.

Im Hintergrund der Studie lief eine Untersuchung von 19 europäischen Märkten. Ebenso wurden Daten von:
•    Branchenverbänden
•    nationalen und internationalen Behörden und Institutionen
ausgewertet und schließlich mit eigene Berechnungen vervollständigt.

Schlussendlich ergaben sich folgende, durchaus interessante Zahlen und Fakten:
•    2015 war ein Rekordjahr, was den Zubau von Windenergie - Anlagen in Europa betrifft, die genaue Zahl liegt bei 13,8 Gigawatt
•    Der Anteil von Deutschland betrug davon 6,0 Gigawatt bzw. 43 Prozent.
•    Auf Platz zwei und drei finden sich Polen und Frankreich mit jeweils 1,1 Gigawatt wieder.