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Vernetztes Haus

Die Gebäudeautomation wird immer beliebter. Egal, ob im Neubau oder als Nachrüstung im Zuge einer Sanierung – vernetzte Technik und Überwachung ist im Kommen. Leider ist es noch nicht überall möglich, die unterschiedlichen erhältlichen Systemen miteinander zu kombinieren bzw. kommunizieren zu lassen. Aber es gibt auch Beispiele dafür, wie unterschiedliche Anlagen zusammengeführt werden können. Im Anschluss ist ein solches Beispiel aufgeführt. In einem Neubau des Massiv-Fertighausherstellers Heinz von Heiden wurde das „wibutler“-System installiert, die eine Kommunikation mit anderen Systemen ermöglicht.

Jan Dietrich, Technischer Außendienst Nord bei wibutler, sagt: „Bei uns bekommen Bauherren ein jederzeit erweiterbares, offenes Haussteuerungssystem, das bereits in seiner Grundausstattung wesentliche Funktionalitäten umfasst.“ Benutzt wird die so genannte „pro Smart Home Zentrale“, die mit Systemen wie EnOcean, Z-Wave, ZigBee, TCP/IP und WLAN kommunizieren kann.

Im angesprochenen Beispielshaus ist das Herzstück der Haussteuerung die „wibutler pro Zentrale“. Diese Zentrale kann ein eigenes WLAN-Netzwerk aufbauen. Somit ist eine Bedienung auch ohne Internetzugang möglich, was beispielsweise während der Bauphase wichtig ist. Mit einem dazu geschalteten Internetzugang kann dann der Kundendienst autorisiert werden, eine Fernwartung oder eine Konfiguration der Anlage vorzunehmen und die Installateure werden auf einfachem Weg durch die Konfiguration geleitet. Derzeit sind mit dem wibutler System mehr als 150 Produkte verschiedener Hersteller und Gewerke vereinbar.

Das System bietet zum Beispiel Vorteile im Bereich der Heizungsregelung:

  • zusätzliche Energieeinsparpotenziale wegen der flexiblen Anpassung der Vorlauftemperatur an die tatsächlichen Nutzergegebenheiten im Haus
  • besonders ausgefeilt ist die Kommunikation des Systems mit Wärmeerzeugern des Heizungsherstellers Wolf

In unserem Beispielshaus gibt es eine Split-Luft/Wasser-Wärmepumpe „BWL-1S“ und eine Comfort-Wohnraum-Lüftung „CWL 300 Excellent“. Das Schnittstellenmodul „Link Home“ von Wolf vernetzt verschiedene Systembereiche. Mit diesem Modul ist es möglich:

  • Heizgeräte, gemischte Heizkreise oder Lüftungsgeräte anzubinden
  • die Raumtemperatur per App oder mittels Raumbediengerät zu regulieren
  • mittels der App Wochenpläne und individuelle Abläufe zu hinterlegen


Ist das Heizsystem auf diese Weise vernetzt, dann ergeben sich eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten, nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Steuerung der Wohnraumlüftung über Smartphone oder Tablet
  • Hinterlegen von Wochenplänen mit der App
  • Zuweisen bestimmter Lüftungsstufen zu den „wibutler“-Profilen „Zuhause | Tag“, „Zuhause | Nacht“, „Unterwegs“ und „Urlaub“


Das Beispielhaus besitzt außerdem einen Eltako-Fußbodenheizungsregler „FAE14SSR“ und Hora-Heizkörperstellantriebe „Smart Drive MX“, die in der App alle Vorlauftemperaturen und alle aktuellen Ventilpositionen anzeigen können. Ein integrierter Temperaturfühler versorgt sich mit einer integrierten Solarzelle mit Energiespeicher autark.

Auch energieautark arbeitet der „WaterSensor eco“ von Afriso. Dieser kann auslaufendes Wasser feststellen und dann die Hauptwasserleitung absperren. Zusätzlich wird das dann den Bewohnern mit einer Nachricht bekanntgegeben. Zusätzlich ist der SYR „Safe-T Connect“ verbaut, der vom unerwünschten überhöhten Wasserverbrauch bis hin zu Mikroleckagen Störungen erfasst und Sperrzustände der Hauptwasserleitung sowie Alarmmeldungen an den Nutzer erzeugt.

Kombiniert man nun das „wibutler“-System mit anderen Geräten, ergeben sich weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Regelung der Heizung auf Sparbetrieb bei offenen Fenstern. Die fensterkontakte sind hier übrigens fest im Profil verbaut und nicht sichtbar.