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PV deutlich vor Wind

Die neuen Erhebungen der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien haben erstaunliche Fakten hervorgebracht. Es handelt sich bei der Statistik über erneuerbare Kapazitäten 2018 um die umfassendste, aktuellste und zugänglichste Statistik zur Kapazität von erneuerbaren Energien. Zusammengefasst und ausgewertet wurden hierfür fast 15.000 Datenpunkte aus mehr als 200 Ländern und Gebieten.

Den Daten zufolge wuchs der Bereich der Photovoltaik 2017 weltweit gesehen um satte 32%. Die Windenergie kommt gleich dahinter mit 10% Wachstum. Die weltweite Erzeugungskapazität für erneuerbare Energien erreichte sagenhafte 2.179 GW.

Von allen Ländern hat China die Nase vorn, was die Kapazitätserweiterungen angeht. Fast 50% aller neuen Kapazitäten im Jahr 2017 wurden hier installiert. Dahinter reiht sich Indien mit einem Anteil von 10% aller neuen Kapazitätserweiterungen ein. Und auch in den eigenen Rekorden hat sich Asien noch einmal übertroffen. 64% der neuen Kapazitätserweiterungen entfielen 2017 auf Asien, vorher waren es „nur“ 58%. Aber auch Europa kann sich auf die Schulter klopfen, immerhin wurde hier 24 GW neue Kapazität hinzugefügt. In Nordamerika waren es 16 GW. Einen großen Sprung hat auch Brasilien beispielsweise gemacht, denn hier wurde eine 1-GW-Solargeneration installiert, was immerhin eine Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahr ausmacht.

Irena hat auch Zahlen zu den Off-Grid-Kapazitäten für erneuerbare Energien veröffentlicht. Hier gab es ebenso ein beeindruckendes Wachstum mit immerhin 10% gegenüber dem Vorjahr. Im Ergebnis heißt das, dass an die 146 Millionen Menschen jetzt netzunabhängige erneuerbare Energien nutzen.

Im Bereich der Windenergie erreichte Deutschland 2017 Rang 2 mit 6 GW der neu installierten Windenergiekapazität. China ist hier mit 15 GW Spitzenreiter. In den USA wurden ebenfalls 6 GW erreicht und in Großbritannien und Indien jeweils 4 GW. Zu nennen sind auch Brasilien und Frankreich mit mehr als 1 GW.

Im Bereich Photovoltaik zeigen die Zahlen, dass auch hier Asien die Nase vorn hat, denn hier betrug das Wachstum 72 GW. Im Einzelnen heißt das: In China wurden 53 GW zugebaut, in Indien 9,6 GW und in Japan 7 GW. Damit entfiel der größte Teil des Wachstums auf diese drei Länder. Nennenswert sind außerdem die USA mit 8,2 GW, die Türkei mit 2,6 GW, Deutschland auf dem sechsten Platz mit 1,7 GW, Australien mit 1,2 GW, Südkorea mit 1,1 GW und Brasilien mit 1 GW.

Irena-Generaldirektor Adnan Z. Amin sagt zu den Zahlen und zur Entwicklung allgemein: „Diese jüngsten Daten bestätigen, dass die globale Energiewende dank rasch fallender Preise, technologischer Verbesserungen und einem zunehmend günstigeren politischen Umfeld schnell voranschreitet.“