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Lüftungsanlagen in Wohngebäuden

Gerade durch die Energieeinsparverordnung oder durch die Anforderungen an die Gebäudedichtheit ist es so, dass eine kontrollierte Lüftung in Gebäuden wichtig geworden ist. Mit der Lüftung fällt der Energiebedarf des Hauses und auch vor Feuchtigkeitsschäden ist das Gebäude geschützt. Für derartige Lüftungsanlagen in Wohngebäuden eignen sich besonders dezentrale Geräte. Sie sind sowohl für Mehrfamilienhäuser als auch für Einfamilienhäuser geeignet und besonders im Sanierungsfall ist die Installation leicht zu realisieren. Mit den so genannten Einzelraumlüftern können alle Anforderungen erfüllt werden, sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand.

Bei den Systemen zur Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann man grundsätzlich in zentrale und dezentrale Systeme unterscheiden. Die zentralen Systeme besitzen ein Kanalsystem, das vom Gerät zu den jeweiligen Räumen verlegt wird und in den Räumen finden sich dann Luftventile für die Luftversorgung. Bei dezentralen Systemen befinden sich die Lüfter der Räume in den jeweiligen Außenwänden.

Bei den dezentralen Systemen mit Wärmerückgewinnung wiederum lässt sich in Geräte mit Kreuzgegenstrom – Wärme ­ Übertrager und Geräte mit Pendelbetrieb unterscheiden. Unter dem Pendelbetrieb versteht man hier die voreingestellte Luftrichtungsänderung. Durch den paarweisen Betrieb wird so für eine ausgewogene Durchströmung der Wohneinheit gesorgt.

Und auch innerhalb des Pendelbetriebs sind weitere Unterscheidungen möglich. Hier wird nach Art des Wärmeübertragers unterschieden. Beispiele sind waagerecht angeordnete keramische Wärmeübertrager und senkrecht angeordnete Aluminium-Wärmeübertrager. Der Pendelbetrieb an sich läuft wie folgt ab:

  • der Ventilator bringt die verbrauchte und warme Luft ins Freie – ungefähr 40 bis 60 Sekunden
  • die Wärme wird dabei an den Wärmespeicher abgegeben, der geladen wird
  • der Ventilator dreht die Richtung
  • die kalte und frische Außenluft wird über die warmen Speicherpakete in den Wohnraum geleitet


Mit der kontrollierten Wohnungslüftung beugt man außerdem der Schimmelbildung vor und nachrüstbare Spezialfilter schützen zudem vor Pollen.

Es gibt jede Menge Normen und Regeln, die beachtet werden müssen. Daran müssen sich Architekten, Planer und Fachhandwerker von Wohngebäuden halten. Zu diesen Vorschriften gehören:

  • die von der Bundesregierung verabschiedete Energieeinsparverordnung, die besagt, dass Energie in Wohngebäuden eingespart werden muss
  • die Anforderung an die Luftdichtheit und den Mindestluftwechsel, der mittels der DIN 1946-6 „Lüftung von Wohnungen“ berechnet wird
  • das Nachweisen von Ergebnissen in einem sogenannten Lüftungskonzept


Damit alles geregelt abläuft, ist natürlich die Planung das A und O. Bei dezentralen Lüftungsgeräten erhält jeder Wohnraum wie Wohnzimmer, Küche, Schlaf- und Kinderzimmer sowie Arbeits- oder Gästezimmer ein Lüftungsgerät. Das Badezimmer kann zusätzlich über einen reinen Abluftventilator entlüftet werden. Hierdurch wird die geruch- und feuchtebelastete Luft nach draußen geleitet. Möglich ist aber auch ein „Thermo-Lüfter“ mit Erweiterungsmodul „Abluft“.