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Lagerung von Pellets und Hackschnitzeln

Holz als Brennstoff hat viele Vorteile. Es ist im Vergleich zu Erdgas und Öl günstiger und es ist regenerativ im Sinne des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes. Außerdem winken attraktive Fördermittel, wenn man sich für eine Holzbefeuerung entscheidet. Für Pellets und Hackschnitzel gibt es zudem automatische Heizungen, die bequem und einfach in der Handhabung sind. Wichtig sind aber in jedem Fall der richtige Transport und die Lagerung der Brennstoffe, damit schlussendlich die Verbrennung sauber auch ist.

Damit die Feuerstätten auch komfortabel und emissionsarm arbeiten, ist eine hohe Qualität der Holzbrennstoffe unbedingt notwendig. Nicht zuletzt, damit die Zukunftsfähigkeit der Holzenergie in Deutschland gegeben ist, existiert das Zertifizierungsprogramm ENplus seit nunmehr 2010 für Pellets. Hierfür wird die gesamte Bereitstellungskette kontrolliert - von der Herstellung der Pellets bis zur Anlieferung beim Endkunden. Diese Zertifizierung gibt es auch für Hackschnitzel und Holzbriketts.
 
Wichtige Eckdaten für eine saubere Beheizung sind zum Beispiel:

  • der sorgfältige, möglichst staubfreie Transport
  • spezielle Silofahrzeuge für die Anlieferung
  • beschichtete Schläuche zum sauberen Einblasen der Pellets
  • richtige Lagerungen, wie zum Beispiel in frei aufstellbaren Behältern oder auch in sogenannten Bunkern


Speziell für die Lagerung sollten einige Aspekte berücksichtigt werden, wozu folgende gehören:

  • Die Auswahl des passenden Lagers bestimmt sich durch das erforderliche Volumen für die Brennstoffe, die Statik, die Geräuschbelastung, die Anlieferung des Brennstoffs und die Entnahmetechnik.
  • Die Entnahmetechnik kann variieren, es gibt Rührwerke, Saugsonden und Schnecken oder auch Saugsysteme.
  • Bei Lagern mit Fördertechnik innerhalb eines Wohnhauses sollte unbedingt auf die Geräuschentwicklung geachtet werden.
  • Das Entnahmesystem des Lagers muss mit dem Pelletkessel zusammenpassen.
  • Für Pelletspeicher wird ein pneumatisches Saugsystem zur Entnahme benötigt.


Am besten wird der Einbauort so gewählt, dass eine geringe Entfernung zum Heizkessel besteht. Außerdem ist es wichtig, dass die Lieferanten einen freien und möglichst nahen Zugang haben. Auf diese Weise werden Staub und Feinanteile so weit es geht vermieden und damit wiederum der Wartungsbedarf des Systems verringert. Hier sollte man auch auf das ENplus-Zertifikat der Pellets und Hackschnitzel achten, weil die Brennstoffe dann weniger schnell zerfallen und Feinanteile so weit es geht ausgesiebt sind.

Hackschnitzel sind auch eine umweltschonende und vor allem günstige Art zu heizen, allerdings werden hier deutlich höhere Wartungs- und Baukosten benötigt. Das liegt nicht zuletzt am größeren Lagerbedarf. Im Lagerort bedarf es einer großen Öffnung, so dass das Material abgekippt werden kann. In einem Hackschnitzellager empfiehlt sich zudem ein durch einen Elektromotor gesteuertes Rüttelsieb, damit Hohlräume innerhalb des Hackschnitzelvorrats vermieden werden.