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Lohnt sich aktuell eine Investition in Sonnenkraft noch?

Lohnen sich Investitionen in PV-Anlagen noch? Und wie sieht es sonst mit der Kraft der Sonne aus? Auf jeden Fall muss festgestellt werden, dass es jede Menge an Fördermöglichkeiten gibt. Für Solaranlagen, für deren Erweiterungen und auch für Speicher und Kombinationen mit Wärmepumpen gibt es Wege, die Kosten unter Kontrolle zu halten und einmal durchzurechnen, ob sich Investitionen lohnen.

Solaranalgen, die bestenfalls mit Batteriespeicher und Wärmepumpen ergänzt werden, sind außerdem sehr beliebt. Schließlich eröffnen sich Möglichkeiten, sein eigener Energieversorger zu werden, was mit finanziellen Vorteilen verbunden ist.

Da sind zum einen die PV-Anlagen, die Strom produzieren. Was nicht selbst verbraucht wird, wird üblicherweise ins Netz eingespeist. Florian Bublies, Energieberater der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sagt: „Im Schnitt werden 30 Prozent selbst verbraucht, der Rest wird eingespeist." Dazu kommt, dass die Preise für PV-Anlagen im vergangenen Jahrzehnt „um rund 75 Prozent gesunken sind", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft in Berlin. Das und die Tatsache, dass es eine Einspeisevergütung vom Energieversorger gibt, machen PV-Anlagen durchaus attraktiv. Diese Einspeisevergütung sinkt aber. Aktuell liegt sie bei 12,20 Cent je Kilowattstunde für neue kleine Anlagen. Allerdings muss der Anlagenbesitzer bei schlechter Witterung Strom teuer zukaufen. Daher lohnt sich immer ein hoher Eigenverbrauch, der sich auch mit einem zusätzlichen Stromspeicher auf bis zu auf 80 Prozent und mehr steigern lässt.

Nimmt man eine Solarthermieanlage, dann produziert man warmes Wasser. Damit kann auch geheizt werden. Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima sagt, dass damit bis zu fünfmal mehr Warmwasser produziert werden kann, als ein Haushalt aktuell verbraucht. Der Nutzen einer solchen Anlage hängt immer von den Bewohnern und deren Gewohnheiten ab. Wird wenig Warmwasser verbraucht, lohnt sich vielleicht doch eher eine PV-Anlage. In die Überlegungen müssen außerdem die Gas- und Ölpreise mit einfließen. Die Verbraucherzentrale NRW geht momentan davon aus, dass sich eine Anlage zur Trinkwassererwärmung für vier Bewohner im Rahmen ihrer Lebensdauer von 20 Jahren amortisiert.

Möglich ist natürlich auch, dass man Solarthermie- und Photovoltaikanlagen kombiniert. Das kann sich lohnen, wenn man die Anteile beider Anlagen richtig dimensioniert, was von den persönlichen Lebensgewohnheiten der Bewohner abhängt. Eine lohnenswerte Anschaffung ist sicherlich auch ein Stromspeicher, der die erzeugte Energie lagert, damit sie auch abends oder nachts verbraucht werden kann. Die Preise für Speicher sind außerdem schon übersichtlicher geworden. Dazu kommt, dass es Förderung für diese Systeme gibt. Bis Jahresende vergibt die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite sowie einen Tilgungszuschuss. Ob diese Förderung 2019 fortgesetzt wird, ist nicht bekannt. Bublies von der Verbraucherzentrale NRW rät, „es sich sehr genau zu überlegen, ob man mehrere Tausend Euro in einen teuren Batteriespeicher investieren will, der sich am Ende wahrscheinlich nicht rechnen wird". Hier muss man sicherlich von Fall zu Fall entscheiden und alle Zahlen gegenüberstellen.

Eine andere Möglichkeit sind dann noch die Wärmepumpen. Sie entziehen der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme und geben diese auf einem höheren Temperaturniveau an die Warmwasser-Anlage oder die Heizung ab. Der Energiebedarf der Wärmepumpe kann wiederum mit einer PV-Anlage mitgedeckt werden. Bei guten Voraussetzungen kann der Anteil laut Dena bis zu 30 Prozent betragen.

Grundsätzlich lohnt sich also eine Investition in die Sonne schon, man sollte nur eben Kosten-Nutzen abwägen, die Technik richtig dimensionieren und Fördermittel in Anspruch nehmen, sofern das möglich ist.