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Dämmung von Leitungen und Armaturen

Alle Rohrleitungen und Armaturen müssen gedämmt werden. Das ist in der EnEV (Energieeinsparverordnung) und in der DIN 1988 geregelt. Das Ganze hat den Sinn, die Rohre und Armaturen gegen Wärmeverluste einerseits und gegen Wärmeaufnahme andererseits zu schützen.

Zusätzlich wird ein Schutz gegen Korrosion und Schallübertragung gegeben. Sind Heizungsrohre falsch gedämmt, kann die verlorene Wärme richtig ins Geld gehen: Immerhin kann eine Dämmung im Jahr bis zu 15 Euro pro Meter sparen. Rechnet man sich das einmal hoch, so kommt man auf eine Ersparnis von 330 Euro in einem Haus mit 22 Metern Heizungsrohr.

In der Energieeinsparverordnung sind die genauen Anforderungen an die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen geregelt. Hier gibt es aber Ausnahmen: So sind Häuser mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung schon vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, von der Dämmpflicht befreit. Soll das Haus aber verkauft werden, dann muss innerhalb von zwei Jahren nachgedämmt werden. Bei Verstößen gegen die Dämmpflicht von Rohrleitungen und Armaturen drohen hohe Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Aber zusätzlich gilt natürlich, dass das Dämmen von Rohrleitungen sehr kosteneffizient ist und allein aus dem Grund erledigt werden sollte.

Doch wie sieht eine korrekte Dämmung überhaupt aus? Zum einen kann sie aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie Kunststoff, Kautschuk oder Stein- oder Mineralwolle mit Aluminium ummantelt. Außerdem gilt, dass je größer die Rohre, desto mehr Dämmung ist nötig, um den gleichen isolierenden Effekt zu erzielen. Auch die Tatsache, dass der Bedarf an Kühl- und Klimasystemen wächst, hat Auswirkungen auf die Dämmung, denn Kühlsysteme sind anspruchsvoller als Wärmenetze. Sind die Leitungen nur ungenügend isoliert, schlägt sich Kondenswasser nieder und die Dämmung ist weniger wirkungsvoll, was am Ende höhere Kosten bedeutet. Hierfür empfiehlt sich eine Isolierung auf Basis flexibler Thermoplaste, die man verschweißen kann. Bestimmte Dämmstoffe bieten zudem eine Technologie, die die Gefahr von Bakterienwachstum einschränkt. Auch in punkto Schallschutz bieten mehrere Dämmstoffe sehr gute Eigenschaften.

Gut zu wissen ist auch, dass die Dämmung von Rohrleitungen von thermischen Solaranlagen nicht in den Anwendungsbereich der Energieeinsparverordnung fällt. Trotzdem ist es nachvollziehbar sinnvoll, auch diese Rohrleistungen zu isolieren, um Verluste zu minimieren. Wichtig ist hier, darauf zu achten, dass die Dämmung für den vorgesehenen Temperaturbereich ausgelegt ist.