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Forschungsprojekt synthetische Kraftstoffe

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat bekannt gegeben, dass es ein neues Projekt gibt, das zunächst über vier Jahre laufen soll. Es handelt sich hierbei um das interdisziplinäre Querschnittsprojekt „Future Fuels“.

Wie der Name schon vermuten lässt, geht es um Kraftstoffe, genauer gesagt um die Entwicklung und Anwendung synthetischer Kraftstoffe. Im Rahmen des Projektes beginnen nunmehr elf Institute ihre Forschungsarbeit. Das Volumen des Projekts wird mit fast 13 Millionen Euro beziffert, die Gelder stammen aus der Grundfinanzierung des DLR.

Das Ziel des Querschnittsprojekts ist es, einen Beitrag zu leisten zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Energieversorgung in Deutschland, wobei natürlich auch die Sicherheit eine Rolle spielt. Zudem sollen die vorhandenen Emissionen an Schadstoffen und Kohlendioxid verringert werden.

Geplant sind fünf Teilprojekte, in denen die DLR-Forscher zum Beispiel folgende Themenschwerpunkte erforschen wollen:

  • Wie lassen sich synthetische Kraftstoffe mit Sonnenenergie und Elektrolyseverfahren herstellen?
  • Wie sehen Konzepte für die Rückverstromung dieser Brennstoffe aus?
  • Wie sehen emissionsoptimierte Kraftstoffe für Verkehr und Luftfahrt (Designer Fuels) aus?
  • Wie geht die Entwicklung der fortschrittlichen „grünen Treibstoffe“ für die Raumfahrt weiter?
  • Wie lässt sich das Thema Future Fuels aus einer ganzheitlichen Perspektive unter Zuhilfenahme von Systemanalysen und Technikbewertungen betrachten?
  • Wie lässt sich die Entwicklung der Kraftstoffe mit Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und gesellschaftlicher Akzeptanz vereinbaren?


Um synthetische Kraftstoffe produzieren zu können, werden Kohlenstoff und Wasserstoff benötigt. Beides ist auf unserem Planeten als Wasser und Luft ausreichend vorhanden. Mit Hilfe von bestimmten chemischen Vorgängen und unter Zufuhr von elektrischer Energie werden daraus flüssige Kohlenwasserstoffe hergestellt. Diese wiederum sind die Ausgangsstoffe für die Future Fuels. Manfred Aigner, Koordinator des DLR-Querschnittsprojekts, sagt: „Synthetische Kraftstoffe haben einen doppelten Vorteil: Sie lassen sich relativ einfach in unsere vorhandene Energie- und Mobilitätsinfrastruktur integrieren und können weitgehend aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt werden.“ Projektleiter Prof. Uwe Riedel ergänzt dazu treffend: „Das Schöne an ‚Future Fuels‘ ist, dass wir sie für den jeweiligen Einsatzzweck optimieren können.”