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Maßnahmen zur Heizungsoptimierung

Wer seine Heizungsanlage noch nicht modernisiert hat oder gar veraltete Technik besitzt, der sollte einmal über eine Sanierung nachdenken, denn im Grunde bringt das nur Vorteile mit sich. Wird die Heizungsanlage optimiert, dann sinkt der Energiebedarf eines Haushaltes. Nachfolgend sind einige Fakten aufgeführt, die sich mit einer Modernisierung der Heizungsanlage befassen.

Der Heizkessel ist das Kernstück der Anlage
Wie die Energieberatung der Verbraucherzentrale berechnet hat, bringt der Austausch eines alten Heizkessels schon sagenhafte 15 Prozent Reduzierung des Brennstoffverbrauchs mit sich. Kommen weitere Maßnahmen hinzu, steigt natürlich auch das Einsparpotenzial. Daher empfiehlt es sich, beim Einbau eines neuen Heizkessels auch über die Optimierung der gesamten Anlage nachzudenken. An Strömungsgeräuschen oder am Wasserverlust kann man übrigens gut erkennen, ob die Technik veraltet ist. Heizkessel mit dem Effizienzlabel Klasse C oder schlechter sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden. Seit dem Jahr 2016 müssen Schornsteinfeger Heizkessel mit entsprechendem Effizienzlabel kennzeichnen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der hydraulische Abgleich der Heizung, bei dem der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern anpasst.

Die Effizienz der Umwälzpumpe und die richtige Einstellung der Heizungsregelung
Entscheidet man sich für eine effizientere Umwälzpumpe oder gar für eine Hocheffizienzpumpe, dann wird der Energieverbrauch drastisch verringert. In Zahlen ausgedrückt, kann man schon bis zu 80 Prozent Stromverbrauch der Heizung einsparen, wenn man die alte Umwälzpumpe ersetzt. Außerdem macht es auch Sinn, die Regelungseinstellungen in der Heizungsanlage zu optimieren. Tatsache ist nämlich, dass eine Heizung auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden sollte, weil sie dann deutlich weniger Öl bzw. Gas verbraucht.
Faktoren, die darauf schließen lassen, dass eine Optimierung der Heizung passieren sollte, sind zum Beispiel sehr hohe Temperaturen im Heizraum oder auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Wohnräumen. Die Fehler können dann in der fehlenden Dämmung oder in zu hohen Systemtemperaturen liegen.
Wie groß nun das jeweilige Einsparpotenzial eines Haushaltes ist, lässt sich nur schätzen, denn es hängt von vielen Einzelfaktoren ab. Auf jeden Fall kann jeder Verbraucher bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Hilfe bekommen.

Oft unterschätzt wird die wichtige Dämmung
Oftmals wird eine vollständige und ausreichend dicke Dämmung der Rohre und Armaturen unterschätzt oder außer Acht gelassen. Dabei ist sie äußerst wichtig, weil sie die Effizienz der Heizung ebenfalls erhöht. Eine Dämmung kann auch nachgeholt werden, wenn sie fehlt. Zur Verdeutlichung: Bei manchen Anlagen kann aufgrund fehlender Dämmung der Wärmeverlust die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs ausmachen.

Weitere Faktoren für eine Heizungsoptimierung

Besitzer einer Gas- oder Ölheizung können diese wunderbar mit einer Solarkollektoranlage kombinieren, so dass fossile Brennstoffe eingespart werden. Sie können ihre Gas- oder Ölheizung aber auch ganz verabschieden und als Alternative eine Pellet-Heizung, eine Wärmepumpe oder ein Blockheizkraftwerk installieren.
Die Kosten einer Heizungsoptimierung spielen natürlich auch eine große Rolle. Hier sei erwähnt, dass es Förderungen gibt, und zwar sowohl für neue effiziente Heiztechnik als auch für die Optimierung alter Anlagen. Die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern derartige Bauvorhaben mit Zuschüssen oder auch mit verbilligten Darlehen mit Tilgungszuschuss.

Hilfe und Beratung für die Verbraucher
Wer sich nicht sicher ist, ob eine Optimierung sinnvoll ist oder eine Beratung braucht, der kann sich jederzeit an die Energieberater der Verbraucherzentralen wenden. Dort gibt es auch Hilfe, wenn es um die komplizierten Förderprogramme mit den jeweiligen Bedingungen geht.