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Brennstoffzellenbus von Toyota

Die Schadstoff-Emissionen in den Städten sind derzeit ein großes Thema. Fahrverbote für Dieselautos und Pkw-Maut sind Maßnahmen, diese Emissionen zu senken und sie treffen nicht überall auf Verständnis. Nun wird darüber nachgedacht, in Kommunen elektrifizierte Busse zu fördern. Der Hersteller Toyota zum Beispiel lässt Busse mit Wasserstoff fahren.

In London beispielsweise werden konsequent Taxen und Busse auf ganz oder teilweise elektrische Antriebe umgerüstet. Dort haben nämlich nachweislich Busse und LKW den größten Schadstoff-Anteil. Bei uns sinkt die Schadstoff-Belastung schon seit einigen Jahren, das Ganze soll aber noch schneller gehen, und zwar durch Diesel-Fahrverbote einerseits und durch Elektrifizierung andererseits. Die Bundesregierung stellt eigens dafür Geld zur Verfügung.

Busse mit elektrischem Antrieb gibt es von chinesischen Herstellern. FlixBus will damit zunächst in die Probephase gehen. Außerdem gibt es noch Elektrobusse von Solaris, einem polnischen Unternehmen und auch Daimler befindet sich in der Erprobung.

Auch Auto-Hersteller Toyota hat eine elektrische Bus-Variante: Einen Brennstoffzellen-Bus namens Sora. Die Japaner sagen: „Sora steht für Sky, Ocean, River und Air – und somit für den natürlichen Wasserkreislauf." Eine Brennstoffzelle im Fahrzeug produziert ihre Energie aus Sauerstoff mit Wasserstoff. Der hierfür nötige Wasserstoff wird in großen Tanks an Bord mitgeführt. Außer dem entstehenden Wasserdampf gibt es bei Sora keinerlei Emissionen, also kein CO2 und auch keine Stickoxide oder Rußpartikel. Aus dem Unternehmen Toyota heißt es: „Der stufenlose elektrische Antrieb erlaubt außergewöhnlichen Antriebskomfort. Dank einer innovativen Kontrolleinheit beschleunigt der Bus zugunsten zusätzlicher Sicherheit für stehende Fahrgäste von Start weg sanfter, als die traditionellen Automatikgetriebe."

Zu den technischen Daten der Busse ist zu sagen, dass jeweils die beiden E-Maschinen zusammen rund 310 PS Leistung haben. Außerdem soll die Reichweite in der Stadt ungefähr 200 Kilometer betragen. Die mitgeführte Batterie ist ein bereits im Prius erprobter Nickel-Metallhydrid-Akku. Aufgetankt soll der Wasserstofftank innerhalb von zehn Minuten sein.

Bleibt noch die spannende Frage der Kosten zu klären. Der Preis des Toyota Sora ist aber derzeit noch offen. Meistens sind derartige elektrifizierte Nutzfahrzeuge aber sehr teuer. Der chinesische Bus, der von FlixBus getestet wird, kostet zum Beispiel rund 700.000 Euro. Die Brennstoffzellen - Technik ist noch komplexer und damit natürlich auch sehr teuer. Allerdings braucht sie keine großen teuren Lithium–Ionen-Akkus. Tatsache ist auch, dass der Vergleich zum PKW bezüglich der Reichweite einfach ist, denn mehr Wasserstoff-Tanks bedeuten eine größere Reichweite.