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Alles aus einem Gerät

Alles aus einem Gerät – das funktioniert jetzt in einem Hannoveraner Passivhaus mit 170 Quadratmeter Wohnfläche im Neubaugebiet „zero:e park“.

Integriert ist hier die Luftheizung „Genius“ von Systemair. Diese eine Anlagentechnik bietet:

  • Heizung und Kühlung
  • Kontrollierte Lüftung
  • Wärme- sowie Feuchterückgewinnung
  • Trinkwassererwärmung

Das Gerät steht auf dem Boden und wird über eine hauseigene Photovoltaik-Anlage mit Energie versorgt. Das Haus selbst ist trotz des Passivhaus-Niveau eine architektonische Augenweide, es hat Vorsprünge in der Fassade, bodentiefe Fenster und großzügige Lichtbänder.

Die Idee zu der Haustechnik aus einem Gerät kam Peter B. Schmidt vom PBS PlanungsBüro Schmidt in Wennigsen bei Hannover. Er setzte die „Genius“-Luftheizung von Systemair ein, die gleichzeitig kühlt und das Brauchwarmwasser bereitet und sagt zum Thema: „Dieses Technikkonzept ist überzeugend, weil es sämtliche Funktionen in einem kompakten Gerät vereint. Das ist wesentlich wirtschaftlicher als der althergebrachte Dreiklang aus reversibler Heizung, Wohnungslüftung und Warmwasserspeicher mit ihren unterschiedlichen Regelungsalgorithmen.“

Die „Genius“-Luftheizung hat eine Heizleistung von bis zu 5 kW. Da diese aber kaum vollständig benötigt wird, steht immer ausreichend Energie für die Trinkwarmwasserbereitung zur Verfügung. Dipl.-Ing. Peter B. Schmidt: „Typisch für solche Objekte ist aber, selbst in Kombination mit einem wirksamen außenliegenden Sonnenschutz, generell der vergleichsweise hohe Leistungsbedarf für die Kühlung.“ Mit dem Genius stehen aber durchgängig 3 bis 3,5 kW Leis¬tung für die aktive Kühlung bereit, die über das Luftverteilnetz zu einer Temperaturabsenkung um etwa 6 K führen. Systemair-Produktmanager Reiner Hackl sagt: „Dieses ∆t ist im System bereits hinterlegt und entspricht der Temperaturdifferenz, die beispielsweise auch von Medizinern als Maximalwert empfohlen wird.“

Das Gerät selber steht mitten im Gebäude, angrenzend an Küche und Flur. Es benötigt wenig Raum. Vom Standpunkt aus verlaufen die Lüftungskanäle aus Wickelfalz bis unter das Flachdach und verzweigen sich von dort in das gesamte Gebäude. Der Architekt Schirmer sagt: „Das ist strömungstechnisch sicherlich nicht optimal, diesmal aber der freien Innenarchitektur geschuldet und daher auch gern akzeptiert.“

Mit dem „Genius“-System erhält man also eine Luftheizung mit integrierter Kühlfunktion, deren Betrieb auch in Niedrigstenergie- und Passivhäusern eine Alternative zu Mehrfachsystemen darstellt. Dazu kommt eine einfache Bedienung, die von Vorteil für den Kunden ist. Haustechnik-Spezialist Schmidt stellt außerdem fest: „Die Investitionskosten liegen zudem, auch durch den Wegfall einer wassergeführten Wärmeverteilung, um etwa 10 000 Euro unter denen parallel installierter Systeme.“