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EU-Förderung von Öko-Investments

Wenn es nach der EU geht, dann sollten grüne Geldanlagen mehr als bisher gefördert werden. Finanzberater sollen mehr auf Öko-Investments setzen und dazu soll es jetzt auch neue Regeln seitens der EU geben.

Ein Kommissionsdokument der EU sagt aus, dass Finanzberater künftig Öko-Investments stärker fördern sollen. Es wird darüber nachgedacht, dass die Berater bald nachweisen müssen, in welcher Form sie nachhaltige Anlagemöglichkeiten bei der Investmentauswahl berücksichtigten. Hintergrund ist die Tatsache, dass bei grünen Projekten praktisch immer Geldnot herrscht. Hochgerechnet bedeutet das in etwa, dass bis zum Jahr 2020 in diesem Bereich eine Investitionslücke von 270 Milliarden Euro entsteht. Das betrifft in erster Linie die Bereiche Infrastruktur, Energie und Ressourcen-Management.

Die Vorschläge sind bereits aus dem Dezember letzten Jahres und wurden von Vize-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis angekündigt. Längerfristig soll mit diesen Vorschlägen das EU-Ziel, den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu kürzen, weiter unterstützt werden.

Sollte die EU-Kommission dem zustimmen, könnte ein entsprechendes Paket schnell auf den Weg gebracht werden. Das Ergebnis bleibt abzuwarten, zumal es auch Kritik zum Thema gab. Eine eigens von der Kommission eingesetzte Expertengruppe befürchtet nämlich eine grüne Investitions-Blase. Wird das Paket verabschiedet, könnte es noch weitere Eckpunkte enthalten, wie zum Beispiel die Herabsetzung der Kapitalanforderungen für Banken, damit Investitionen in nachhaltige Projekte gefördert werden.