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SolarCloud statt Batterie

Kann der Strom eigentlich auch in der Cloud gespeichert werden? Das soll laut E.On SE künftig für die Kunden angeboten werden. Auf diese Weise müssen Selbstversorger neben ihrer PV-Anlage nicht auch noch einen Speicher für den Strom haben. Die SolarCloud soll die Batterie ersetzen.

Die Energie, die über die PV-Anlage gewonnen wird, wird direkt in die sogenannte E.On SolarCloud eingespeist. Der Kunde hat dann über ein virtuelles Stromkonto Zugang zum angesparten Strom, den er noch dazu einsetzen kann, wo er möchte. Der Vorteil des Ganzen liegt auf der Hand: Selbstversorger könnten damit vollkommen autark sein.

Schon seit letztem Jahr gibt es eine solche Cloud-Lösung von E.On – allerdings nur mit Batterie, die für das Speichern in der Cloud nötig ist. Erst wenn diese Batterie voll war, wurde überschüssige Energie in die Cloud eingespeist. Nun soll das neue System mehr Komfort für die Kunden liefern, denn die zusätzliche Batterie ist nicht mehr nötig. Dadurch werden Anschaffungs- und Wartungskosten gesenkt und Wirkungsgradverluste verringert.

E.On will künftig mehrere Pakete anbieten. Lohnen soll sich das dann auch für Besitzer von Elektroautos und Wärmepumpen.

  • der Strom für den Verbrauch im Haushalt kommt aus der Photovoltaikanlage
  • die nicht genutzte Energie fließt direkt in die Cloud und wird auf einem Konto gutgeschrieben, zu dem der Kunde Zugang hat
  • das Guthaben kann der Kunde für die Wärmeversorgung und Mobilität einsetzen
  • Selbstversorger haben damit keinen Verlust mehr
  • wird mehr Strom gebraucht, wird auf den angesparten Strom in der Cloud zugegriffen


Zusätzlich will E.On seinen Kunden weitere Angebote machen:

  • eine garantierte Stromversorgung auch bei vielen Regentagen – Sonnenscheingarantie
  • einen Premium-Versicherungsschutz auf die E.On Aura Photovoltaikanlage
  • ein monatlicher Effizenzcheck mit Leistungsauswertung
  • eine Komplettlösung, die (derzeit) noch aus Solaranlage, Speicheranlage im Haus und dem virtuellen Speicher besteht
  • ein Aura-Komplettpaket für einen Preis von unter 15.000 Euro
  • ein Basispaket mit Photovoltaikanlage für 30,99 pro Monat, wofür eine optimal ausgerichtete Dachfläche von mindestens 20 Quadratmetern benötigt wird
  • ein Online-Kostenkonfigurator, um zu erfahren, ob sich das Umstellen auf die SolarCloud lohnt

Insgesamt geht man davon aus, dass es in Deutschland neben den 1,6 Millionen Solaranlagenbetreibern noch weitere 10 Millionen Dächer gibt, die für eine PV-Anlage geeignet wären. E.On ist derzeit mit seinem Cloud-Angebot noch allein und plant außerdem weitere Angebote, wie beispielsweise den Solarstrom ohne eigene Photovoltaikanlage.