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Energie sparen und trotzdem kostengünstig bauen?

Geld zu verschenken hat niemand! Gerade, wenn es um große Investitionen, wie die eigenen vier Wände geht, dann ist guter Rat teuer. Es gibt viele kleine Punkte, an denen man als Hausbauer sparen kann. Nachfolgend sind einige kleine Tipps einmal aufgeführt:

Das Grundstück
Generell ist die Planung des Hausbaus das Wichtigste, hier sollte diszipliniert und akribisch vorgegangen werden. Der erste Punkt der Planung ist dann meist das geeignete Grundstück. Das Grundstück macht in Abhängigkeit von Lage und Ausrichtung einen großen Teil der gesamten Kosten aus. Ist der Untergrund zum Beispiel schwierig, dann fallen mehr Kosten für die Gründungsarbeiten an. Wird eine Hanglage gewählt, dann könnte das bezüglich der natürlichen Dämmung der Außenhülle ein Vorteil sein, wenn ein Teil eingegraben ist. Das wiederum hat Auswirkung auf die später anfallenden Heizkosten. Grundstücke in Ballungsgebieten sind oft teurer und noch dazu kleiner als Flächen in ländlichen Gegenden. Wer ein begrenztes Budget hat, der könnte auch zum Beispiel nach Baulücken Ausschau halten.

Der Architekt

Einen Architekten zu beauftragen, muss kein rausgeschmissenes Geld sein, denn der Architekt stellt einen maßgeschneiderten Entwurf des Hauses her, der sich nach den Wünschen der Bauherren und nach dem Grundstück richtet. Er berät in vielen wichtigen Fragen und ist in der Planungsphase darauf bedacht, dass nichts übersehen wird. So entstehen erst gar keine unerwarteten Kosten. Ein Architekt kann auch über vorhandene Einsparpotentiale informieren. Grundlage einer solchen Zusammenarbeit sollte immer ein Architektenvertrag sein der die Leistungen genau definiert.

Der Grundriss

Auch beim Grundriss des Hauses lässt sich bares Geld sparen. So spart man zum Beispiel an Wänden, Türen und Erschließungsflächen, wenn man das Wohnzimmer mit dem Esszimmer und einer offenen Küche kombiniert. Schlafräume müssen auch nicht besonders groß sein, auch hier kann gespart werden. Funktionalität und Wohlfühlen sollten beim Grundriss die wichtigen Rollen spielen.

Der Baukörper
Die Form des Hauses spielt bei den Kosten eine große Rolle. Wer hier sparen möchte, der wählt einen kompakten Baukörper, denn Balkone, Erker oder abstehende Giebel kosten extra. Außerdem gilt: je kompakter der Baukörper, desto besser ist er für eine energiesparende Bauweise geeignet. Nicht nur die Form des Hauses, sondern auch die Form des Daches, ist ein Kostenfaktor. Fakt ist, dass ein einfaches Satteldach günstiger ist als ein Krüppelwalmdach.

Bauweise

Ein Massivbau ist in Deutschland nach wie vor sehr beliebt, muss aber schlussendlich gar nicht sein, denn es gibt unter anderem auch Fertighäuser, die sich mit teilweise fertigen Installationen und Dach schnell und kostengünstig innerhalb von wenigen Tagen realisieren lassen. Hierdurch spart man Baukosten und zudem noch die eine oder andere Miete der alten Wohnung, die man wegen der kurzen Bauzeit früher aufgeben kann.

Energieeffizienz
Die Energieeffizienz ist in aller Munde und hört sich ebenso teuer wie kompliziert an. Ist es aber nicht, denn schon mit bedachten Kleinigkeiten ist es möglich, auf lange Sicht Kosten zu sparen. Das fängt schon mit einer guten Dämmung an. Im Zusammenspiel mit der richtigen Haustechnik lassen sich viele Kosten sparen. Wer außerdem auf eine umweltschonende Erzeugung und Entsorgungsmöglichkeiten der Rohstoffe seines Hauses achtet, wertet sein Haus auch auf lange Sicht deutlich auf und lebt noch dazu gesünder. Wer nicht gleich das Geld für den Ofen oder eine Photovoltaikanlage hat, der sollte zumindest den Schornstein und die Installationsleitungen schon einmal vorsehen. Das spart später Aufwand und Geld.

Das Bad
Wohlfühloase soll es sein – das eigene Badezimmer. Aber auch hier sind Einsparungen drin, wie etwa mit Wänden, die nicht bis an die Decke gefliest sind oder einer ebenerdigen Dusche, die den Raum rundherum mehrfach nutzbar macht und optisch aufwertet.

Die Eigenleistungen
Wer selbst mit anpackt, der spart richtig. Bis zu zehn Prozent der Baukosten lassen sich durch selbst erledigte Arbeiten einsparen. Typische Eigenleistungen sind beispielsweise das Tapezieren und Malern, das Verlegen der Fußböden, das Anlegen der Grünflächen und Auffahrten, das Streichen der Gesimskästen oder auch das Eindecken des Daches. Und das Beste daran: man spart nicht nur Geld, sondern hat auch noch das gute Gefühl, sein Haus selbst gebaut zu haben!