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EU: Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch

Das Fortschreiten der erneuerbaren Energien geht immer langsamer voran. Das ist in der gesamten EU so. Da kann sich auch Deutschland nicht ausklammern. Insgesamt ist es aber positiv, dass gut ein Sechstel des EU-weiten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt wird.

Diese Fakten sind von den Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf einen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlicht worden. In diesem Bericht sind zum ersten Mal auch Zahlen für das Jahr 2016 enthalten.

Die Zahlen im Einzelnen

Die EU-Einrichtung schätzt, dass der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch 2016 EU-weit 16,9 Prozent betrug, was immerhin ein Plus von etwa 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Nach weiteren Schätzungen stieg auch in Deutschland der Anteil der Ökoenergie, und zwar von 14,6 auf 14,7 Prozent. Dieser Anteil ist allerdings sehr gering, wenn man sich andere europäische Staaten ansieht. In Schweden liegt der Anteil der Ökoenergie bei 54,2 Prozent, was das Land zum Spitzenreiter macht. In Finnland kommen 39,7 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen und auch Tschechien und Frankreich stehen im Ranking noch vor Deutschland. Deutschland erreicht Platz 18, Schlusslichter sind Luxemburg mit 5,2 Prozent und die Niederlande mit 5,8 Prozent.

Der erwähnte Bericht geht außerdem auf die Bedeutung der Ökoenergie ein und stellt fest, dass diese in Europa steigend ist. Auch der Energiekonsum hat in den letzten beiden Jahren zugenommen. Auf jeden Fall hat die EU den richtigen Weg eingeschlagen, zumal das große Ziel das Erreichen eines Anteil an erneuerbaren Energien von 20 Prozent bis zum Jahr 2020 ist. Zusätzlich zum EU-Ziel gibt es auch nationale Ziele in den einzelnen Staaten, wovon 13 Staaten das gesteckte Ziel für 2020 bereits erreicht haben. Deutschland gehört nicht dazu, immerhin bedeutet der Weg zur Zielmarke von 18 Prozent noch etwas Arbeit.