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Studie zur Kostenentwicklung in Sachen Windenergie

Eine neue Studie aus den USA sagt aus, dass die Windkraft in den nächsten Jahren günstiger wird bzw. werden kann. Bis zum Jahr 2030 könnten sich die Kosten um bis zu 30 Prozent reduzieren und bis zum Jahr 2050 sogar um bis zu 50 Prozent. Zu diesen Aussagen führten verschiedene Punkte, wie die Befragung von Experten und Hochrechnungen in Kombination mit Produktneuerungen und – Verbesserungen.

Um was für eine Studie handelt es sich genau?

Die besagte Studie wurde von Wissenschaftlern des Lawrence Berkeley National Laboratory durchgeführt und hatte zwei wichtige Ziele:

1.    Es sollte die Kostenentwicklung im Bereich der Windenergie untersucht werden und
2.    Es sollten Kostensenkungspotenziale gefunden und benannt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, haben die untersuchenden Wissenschaftler insgesamt 163 Experten in Sachen Windenergie aus aller Welt zur Kostenentwicklung und zur Innovationsfähigkeit von Windenergieanlagen befragt. Kernpunkte der Befragung waren die Unterscheidung in Onshore- und Offshore-Anlagen und die Parameter in Zeiträumen bis ins Jahr 2030 bzw. 2050 zu betrachten.

Wie lassen sich die Ergebnisse der Befragungen zusammenfassen?

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Gesamtbild sehr positiv ausfiel. Die Kosten für den Bau und den Betrieb der Windanlagen könnten sich nach Meinung der Befragten um 24 bis 30 Prozent senken lassen, und zwar bis 2030. Noch etwas weiter in die Zukunft geblickt, gaben die Befragten an, dass es Einsparpotenziale von bis zu 41 bis 50 Prozent gibt, und zwar bis zum Jahr 2050. Einen klaren Unterschied gib es aber, nämlich den, dass die Windenergieanlagen an Land deutlich günstiger sind als Offshore-Anlagen.

Woraus resultieren diese Angaben?

Die befragten Experten und Forscher sehen eindeutige Einsparpotenziale im Onshore - Bereich:
•    Durch Verbesserungen an Turbinen und Generatoren.
•    Durch eine Leistungssteigerung der Anlagen auf 3,25 Megawatt weltweit bis 2030.
•    Durch die Steigerung des Rotordurchmessers auf 135 Meter.
•    Durch das Anheben der Nabenhöhe auf 115 Meter.
Auch im Offshore – Bereich sind durchaus Verbesserungen möglich, die Forscher sehen hier Einsparpotenziale:
•    Durch die immer größer werdenden Turbinen. Dadurch kann am Fundament und an der Infrastruktur gespart werden.
•    Durch eine Leistungssteigerung auf 11 Megawatt bis 2030 bei fest im Meeresgrund verankerten Anlagen.

Weiterhin gehen die Befragten davon aus, dass es bei allen Windenergieanlagen möglich ist, die Betriebskosten zu senken. Den Grund dafür sehen die Experten darin, dass verwendete Materialien eine längere Lebensdauer haben und weniger anfällig für Schäden und Verschleißerscheinungen sind.