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Energiesparen im Badezimmer

Ein steigendes Umweltbewusstsein hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass immer mehr Verbraucher das bestehende Energiesparpotenzial in der eigenen Wohnung wahrnehmen. Selbst im heimischen Badezimmer gibt es überraschend viele Möglichkeiten zur effektiven Energieersparnis. So kann jeder Haushalt ohne große Anstrengung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig die eigenen Stromkosten deutlich reduzieren.

Kleine LEDs - große Wirkung

Bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten gilt auch im Badezimmer der erste Blick meist der Beleuchtung. Noch immer werden in vielen Haushalten herkömmliche Glühbirnen oder Halogen-Leuchtmittel verwendet, da viele Menschen hier für die Körperpflege großen Wert auf helles Licht legen. Inzwischen überzeugen moderne LEDs jedoch mit einer hervorragenden Lichtleistung und angenehm warmweißem Licht. Zudem bieten sie im Gegensatz zu den klassischen Leuchtmitteln einen spürbar geringeren Stromverbrauch und sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Variationen erhältlich. Einige Modelle sind stufenlos dimmbar und bieten somit immer die exakt gewünschte Helligkeit für Körperpflege oder Entspannungsbad. LEDs eignen sich zudem hervorragend für alle Variationen von Wand- und Deckenleuchten bis zur Beleuchtung von Schränken und Spiegeln. Weitere Vorteile sind die Quecksilberfreiheit, die geringe Wärmeentwicklung sowie die erfreulich lange Lebensdauer. Im Gegensatz zu klassischen Leuchtmitteln wird bei LEDs die Lebensdauer durch das Ein- und Ausschalten nahezu nicht verkürzt.

Energiesparpotenzial bei großen Elektrogeräten

Nicht jedes Badezimmer bietet ausreichend Platz für die Unterbringung von Waschmaschine und Wäschetrockner. Gerade bei diesen beiden Haushaltsgeräten gibt es in vielen Haushalten gute Chancen auf Energieersparnis. Moderne Geräte sind in der Regel deutlich energieeffizienter als ältere Modelle, daher kann sich bei häufiger Nutzung bereits der Austausch einer fünf Jahre alten Maschine durchaus lohnen. Empfehlenswert sind Geräte ab der Energieeffizienzklasse A+ und einen besonders geringen Energieverbrauch gewährleisten Haushaltsgeräte mit der Energieeffizienzklasse A+++. Zudem sind viele Modelle mit speziellen Programmen wie beispielsweise einer automatischen Waschmitteldosierung ausgestattet, die sich aufgrund geringerem Wasserverbrauch und gesunkenem Stromverbrauch ebenfalls positiv auswirken. Da der Wäschetrockner zu den besonders energiehungrigen Geräten zählt, ist eine bewusste Nutzung wichtig. Daher sollte er idealerweise nur eingesetzt werden, wenn keine Möglichkeit zur Trocknung am Wäscheständer besteht, da diese doch deutlich energiesparender ist.

Stromverbrauch & Kleingeräte

Auf den ersten Blick verbrauchen die ebenfalls vorhandenen Kleingeräte nur wenig Strom, in ihrer Gesamtheit und auf längere Dauer ist dieser Verbrauch jedoch durchaus spürbar. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Badezimmer einer wahren Pflegeoase gleicht, in der nahezu jedes kleinere Elektrogerät vertreten ist: 

  • Elektro-Rasierer
  • Epilierer
  • Elektro-Zahnbürste
  • Munddusche
  • Föhn
  • Glätteisen & Lockenstab
  • Elektro-Gesichtsbürste

 

Wenn sich Zahnbürste & Co. ständig im Stand-by-Modus befinden, macht sich dies auf Dauer auf der Stromrechnung bemerkbar. In der Regel ist dies nicht notwendig, daher können die Stecker der Geräte einfach aus der Steckdose gezogen und nur bei Bedarf eingesetzt werden. Ideal sind auch der Einsatz einer abschaltbaren Stromquelle oder der Einsatz einer Zeitschaltuhr zur Aufladung des Akkus von Rasierer und Zahnbürste.

Warmes Wasser & bewusste Energieersparnis

Im Durchschnitt entfallen in einem normalen Haushalt etwa zwölf Prozent des gesamten Energiebedarfs auf die Erwärmung von Brauchwasser. Für den Löwenanteil ist die Wassernutzung im Badezimmer verantwortlich, daher ist hier im Hinblick auf Energie- und Trinkwasserersparnis besonderes Augenmerk gefragt. Ein bewährter Rat zur Einsparung ist beispielsweise die bevorzugte Nutzung der Dusche anstatt der Badewanne. Empfehlenswert sind Wasser sparende Duschköpfe mit Durchflussbegrenzung und Badarmaturen mit Wassersparfunktion. Diese Modelle ermöglichen je nach Modell eine Wasserersparnis von bis zu 60 Prozent. Für Mieter ist der Austausch des ungeliebten Durchlauferhitzers meist nicht einfach, hier kann ein altes Gerät möglicherweise auf ein moderneres und energiesparenderes Modell ausgetauscht werden. Wenn Neubau oder Renovierung anstehen, können Eigenheimbesitzer hingegen weitere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Denkbar ist beispielsweise eine thermische Solaranlage für die Erwärmung des Brauchwassers.

Weitere Tipps für Energiesparer

Für eine dauerhafte und effiziente Energieersparnis ist insbesondere der bewusste Umgang mit diesem Thema ein besonders wichtiger Punkt. Dazu gehören beispielsweise die Vermeidung von exzessiven Duschvorgängen mit langer Dauer und das Trocknen der Haare an der Luft statt mit dem Föhn. Auch weitere Maßnahmen können effektiv zu einer Energieersparnis im Badezimmer beitragen:

  • Stoßlüften statt dauerhafte Kippstellung der Fenster
  • ausreichende Isolierung von Heizungsrohren und Warmwasserleitungen
  • Fußsprudelbad, Gesichtssolarium und andere Wellnessgeräte nur selten nutzen
  • regelmäßig auf aktuellen Stromverbrauch achten (Energiekostenmessgerät, Energiespar-App, etc.)

 

Einzelne Punkte mögen nur ein geringes Einsparpotenzial bieten, in der Gesamtsumme kann auf Dauer jedoch eine spürbare Energieersparnis im Badezimmer erreicht werden. Viele weitere Tipps lesen Sie im Magazin von Mach-Dein-Bad.