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100 Prozent Ökostrom beim Fernverkehr der Bahn

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, gibt es jetzt den Startschuss für die „Vollvergrünung“ bei der Bahn. „Vollvergrünung“ ist dabei das Schlagwort, unter dem die Deutsche Bahn ab Januar 2018 verstärkt auf Strom aus erneuerbaren Energien setzen will.

Die Ziele der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn will ab dem nächsten Jahr den Fernverkehr komplett auf Ökostrom umstellen. Bisher nutzte die Bahn für ihre Züge vorrangig Strom, der aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt. Momentan hat Ökostrom aber insgesamt schon einen Anteil von 42 Prozent am gesamten Stromverbrauch der Bahn. Das Ziel ist es nun, diesen Anteil zu erhöhen, und zwar auf 70 Prozent bis zum Jahr 2030. Insgesamt möchte die Bahn damit den CO2-Ausstoß verringern. Dieser soll gegenüber dem Jahr 2006 halbiert werden und alle Verkehrsmittel des Bahnkonzerns betreffen. Ab dem Jahr 2050 dann will die Deutsche Bahn komplett klimaneutral fahren.

Auswirkungen auf die Kunden

Laut der Bahn soll es für die Kunden auf keinen Fall Mehrkosten geben durch den Umstieg auf Ökostrom. Bahnchef Richard Lutz hat versichert, dass die Umstellung des Fernverkehrs auf erneuerbare Energien nicht auf Lasten der Kunden geht.

Klimastrategie

Der erste Schritt der neuen Klimastrategie der Bahn ist das bereits erwähnte Umstellen des Fernverkehrs auf reinen Ökostrom. Das bedeutet, dass alle Fernverkehrspassagiere ab Januar 2018 klimaneutral unterwegs sind und es auf diesen Strecken keinen CO2-Ausstoß mehr gibt. Bisher hat die Bahn einen klimaneutralen Transport nur den Bahncard-Kunden garantiert. Natürlich ist ein solcher Umstieg nicht kostengünstig, die Bahn hat für diesen Schritt seit April 2013 rund hundert Millionen Euro für den Bezug von grünem Strom ausgegeben. Außerdem gibt es bisher für die Kunden die Möglichkeit, einen Euro mehr pro Strecke für den Transport mit Ökostrom zu bezahlen.

Unterstützung durch die Politik

Dass es eine Unterstützung durch die Politik gibt, wünscht sich Bahnchef Lutz. Er fordert von der zukünftigen Bundesregierung Unterstützung für eine „starke Schiene“ und sagt dazu: „Die Energiewende geht nur mit einer Verkehrswende.“ Außerdem sagt er, dass sich der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern müsste. Ebenso kritisiert er die so genannten Trassenpreise, die die Züge zahlen müssen. Dadurch ergibt sich ein Nachteil gegenüber den Fernbussen. In diesem Punkt fordert er Gleichberechtigung.