Zum Inhalt springen

Interesse an intelligenter Haustechnik steigt

Der Eco – Verband der Internetwirtschaft und Arthur D. Little haben auf Internationalen Funkausstellung Ifa die Ergebnisse einer Studie vorgestellt. Demnach werden bis zum Jahr 2022 insgesamt 2,5 Milliarden Euro im Bereich Energiemanagement von Gebäuden sowie der Licht- und Fenstersteuerung in Deutschland umgesetzt. Der Markt wird weiter steigen und zwar um das Dreifache auf 4,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 27 Prozent, was kaum eine andere Branche hat.

Lars Riegel von Arthur D. Little sieht allerdings noch Nachholbedarf im Bereich der Software, die noch besser und benutzerfreundlicher werden muss. Er sagt: „Während zahlreiche deutsche Unternehmen exzellente Hardwareprodukte herstellen, sind die dazugehörigen smarten Anwendungen oft sehr limitiert und nur bedingt nutzerfreundlich." Daher empfiehlt die Studie, den Source Code preiszugeben, damit neue vernetzte Dienste entstehen können. Riegel: „In diesem Umfeld sehen wir riesige Chancen für den deutschen Mittelstand."

Die Bundesregierung hat hohe Ziele und will Deutschland zum Leitmarkt für Smart-Home-Anwendungen zu machen. Daher wurde auch im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die „Initiative Smart Living" gegründet, die unter anderem gemeinsame Sicherheitsstandards von Smart-Home-Produkten entwickeln soll. In diesem Zusammenhang gibt es dann auch das Zertifikat „Smart Home - Informationssicherheit geprüft“.

Es gibt bereits zertifizierte Systeme, wozu auch das Homematic von eQ-3 gehört. Geprüft wurde das System von den VDE-Experten, und zwar auf Schwachstellen

  • in der Haussteuerung
  • im Server im Rechenzentrum
  • in den Apps des Herstellers
  • Das Angebot des Homematic beinhaltet Regelungen für
  • das Raumklima
  • die Sicherheit
  • die Beleuchtung und Beschattung

 

Wolfgang Niedziella vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE ist der Meinung, dass das Zertifikat den Markt für Smart-Home-Technologien stärkt und sagt: „Gerade im Smart-Home-Bereich ist es wichtig, dass die Bürger der Technologie vertrauen. Zu groß ist die Angst, dass Kriminelle sich Zugang in die eigenen vier Wände per Knopfdruck verschaffen."

Das allgemeine Interesse an der intelligenten Haustechnik ist auch schon länger da. Schon 2014 gab eine Umfrage des VDE, deren Ergebnisse folgende waren:

  • 62 Prozent der Befragten interessieren sich für ein modernes Energiemanagement im Haus
  • sie sprechen sich außerdem für eine Vernetzung von Photovoltaikanlage, Energiespeicher und Heizung aus
  • 51 Prozent der Befragten könnten sich eine automatische Steuerung von Beleuchtung, Fenster, Jalousien, Heizung oder Alarmanlage vorstellen
  • 50 Prozent der Befragten sind aber eher abgeneigt, was die Überwachung und Steuerung mittels Smartphone oder Tablet angeht