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Deutscher Export boomt

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mitteilt, profitieren die Anlagen- und Maschinenbauer in Deutschland vor allem von Investitionen in Asien. Und hierbei ist gerade die Dünnschichttechnologie ungeheuer gefragt.

PV-Ausbau in Asien

Eine Ursache dafür ist sicherlich die Tatsache, dass Asien kräftig in den Ausbau der Photovoltaik-Produktionskapazitäten investiert. Das kommt den deutschen Herstellern vom Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik natürlich zugute, so dass sie im zweiten Quartal einen Anstieg der Umsätze um 51 Prozent gegenüber dem ersten Quartal verzeichnen konnten. Außerdem sind die Auftragsbücher auch weiterhin gut gefüllt.

Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel sagt zum Thema: „Die hohe Investitionstätigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer Produktionskapazitäten hält an, die Produktion ist ausgelastet. Jedoch wirken sich die niedrigen Preise negativ auf die Umsätze aus. Neue Aufträge kamen verstärkt für PERC und Black Silicon Anlagen im kristallinen Silizium sowie aus dem Dünnschichtbereich.“

Exportrekord

Dabei ist im Bereich der Photovoltaik weltweit gerade das Know How aus Deutschland gefragt. Die deutschen PV-Zulieferer verzeichneten im zweiten Quartal eine Exportquote von 97 Prozent. Das hauptsächliche Geschäft für die deutschen Hersteller liegt dabei nach wie vor in Asien. Immerhin stammen aus Asien ca. 72 Prozent des Gesamtumsatzes im zweiten Quartal 2017. Davon entfielen wiederum 53 Prozent auf China. Die restlichen Umsatzzahlen setzen sich zu 12 Prozent aus Amerika und 11 Prozent aus Europa zusammen.

Die gefragtesten Segmente

Die Umsätze sind in den einzelnen Segmenten der PV-Teile unterschiedlich hoch. Am umsatzstärksten mit 59 Prozent war im zweiten Quartal 2017 das Produktionsequipment für die Zelle. Dahinter kamen laut VDMA die Produktionslösungen für die Dünnschicht-Photovoltaik mit 24 Prozent. Jutta Trube, Geschäftsführerin VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, sagt hierzu ganz klar: „Der hohe Anteil gerade auch für Equipment zur Herstellung von Dünnschicht-Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist.“ Mit etwa zehn Prozent des Umsatzes waren auch Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Wafer Fertigung in der Rangliste vertreten. Schlussendlich war auch das Equipment für das kristalline Backend – die Modulproduktion gefragt und machte ca. sieben Prozent des Umsatzes aus.

Sinkende Auftragseingänge

Verglichen mit dem ersten Quartal sind im zweiten Quartal die Auftragseingänge gesunken. Jutta Trube erklärt: „Der extrem hohe Auftragseingang im ersten Quartal hinterlässt dicke Auftragsbücher, die in den nächsten Monaten abgearbeitet werden.“