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Mit einem Stromspeicher bares Geld sparen

Wer eine Photovoltaikanlage besitzt und selber Strom produziert, der könnte mit einem zusätzlichen Speicher noch mehr seines eigenen Stroms selber nutzen. Derzeit ist bei dem Wunsch, einen Speicher anzuschaffen, auch Schnelligkeit gefragt, denn ab Oktober 2017 sinken nämlich die staatlichen Zuschüsse für Akkus.

Dass eine stromproduzierende Anlage auf dem Dach eine gute Investition ist, ist kein Geheimnis mehr. Viele Hausbesitzer decken damit einen Teil ihres Strombedarfs und erhalten Einspeisevergütung, weil sie den Rest in das allgemeine Stromnetz einspeisen. Wer aber noch mehr seines Stromes selber nutzen möchte, der sollte über einen Akku nachdenken. Dann könnte der Eigenverbrauch enorm steigen, was sicherlich auch für die Zukunft ohne Einspeisevergütung eine attraktive Geldanlage ist. Ein derartiger Akku speichert den Strom zwischen, so dass dieser genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint.

Derzeit ist es auch so, dass die Kosten für Stromspeicher fallen, was in Zukunft wohl auch weiter der Fall sein wird. Was aber bei der Anschaffung zu bedenken ist, ist die Tatsache, dass im Oktober die staatlichen Zuschüsse um rund 19 Prozent sinken. Daher wäre es ratsam, vielleicht doch jetzt schon einen Akku zu erwerben. Gefördert werden von staatlicher Seite mit Zuschüssen:

  • die Nachrüstung eines Speichers für eine vorhandene Photovoltaikanlage
  • die Neuanschaffung eines Speichers und einer Photovoltaikanlage

Insgesamt gilt auch: Je günstiger der Stromspeicher ist, desto sinnvoller und wirtschaftlicher ist dessen Anschaffung. Auf jeden Fall spart man zusätzlich, wenn man Strom nicht kaufen muss.

Für das Vorgehen bei der Anschaffung empfiehlt sich folgende Reihenfolge:

  1. drei oder vier Angebote einholen für die Anschaffung
  2. das beste Angebot auswählen
  3. Vorsprechen bei der Hausbank
  4. Kreditantrag über die Hausbank bei der KfW-Bank (an diesen Antrag ist der Zuschuss zur Tilgung geknüpft)

Der allgemeine Trend geht in Richtung Stromspeicher. So ist die Nachfrage nach dem Förderprogramm im Laufe dieses Jahres deutlich gestiegen. Für das erste halbe Jahr 2017 wurden von der KfW rund 4000 Anträge bewilligt. Die Kredite, die bis dahin bewilligt wurden, beliefen sich insgesamt auf rund 70 Millionen Euro. Davon werden in etwa sieben Millionen Euro vom Staat in Form eines Tilgungszuschusses übernommen.

Die Förderungen werden aber, wie bereits erwähnt, gekürzt. Die erste Kürzung erfolgt im Oktober 2017. Zum 1. Januar 2018 werden dann die Fördersätze um weitere 19 Prozent sinken. Außerdem läuft das Programm insgesamt im Jahr 2018 aus. Das wird wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt passieren, zu dem die vorgesehenen Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro aufgebraucht sind.