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Deutliches Plus auf EEG-Konto

Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, Tennet, TransnetBW) haben weiterhin ein deutliches Plus auf dem EEG-Konto. Eigentlich wird das Guthaben weniger in den sonnenreichen Monaten, weil mehr Einspeisevergütung für Ökostrom vom EEG-Konto bezahlt werden muss. Trotzdem beträgt der Überschuss ca. 4,2 Milliarden Euro.

Im Juli dieses Jahres sind die EEG-Ausgaben auf ungefähr 2,8 Milliarden Euro angestiegen. Damit stieg der Verlust im Gegensatz zum Juni um ca. 400 Millionen Euro auf knapp 647 Millionen Euro an. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn der hohe Kontostand und damit ein deutlicher Überschuss bleiben trotzdem erhalten.

Wo kommt das Geld her und warum ist der Überschuss so hoch?

Seit Jahresbeginn ist die EEG-Umlage gestiegen, was sicherlich einer der Hauptgründe für den Milliardenüberschuss ist. Jeder Kunde muss diese Umlage mit seiner Stromrechnung bezahlen. Außerdem musste weniger Geld als Vergütung abgegeben werden, wie zum Beispiel im Bereich der Windkraft, weil gerade zu Beginn des Jahres das Wetter dafür ungünstig war. Schlussendlich war es auch der zwischenzeitlich höhere Börsenpreis für Strom, der den Kontostand zwar nicht auffüllte, aber dennoch weniger stark schrumpfen ließ als in anderen Jahren.

EEG-Umlage 2018

Momentan zahlt der Kunde 6,88 Cent pro Kilowattstunde EEG-Umlage. Wie hoch die Umlage im nächsten Jahr ist, steht noch nicht fest, wird aber von den Übertragungsnetzbetreibern ab Mitte Oktober dieses Jahres bekannt gegeben. Der überaus gute Kontostand des EEG-Kontos fließt übrigens in die Berechnung der neuen Umlagehöhe mit ein. Allerdings sind sich die Experten der Branche einig, dass die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien erneut ansteigen wird