Zum Inhalt springen

Wasserstoff auf den Straßen

Wasserstoff und Brennstoffzellen finden noch zu wenig Verwendung in Fahrzeugen. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand.

  • schnelle Tankvorgänge
  • hohe Reichweiten von 400km, die demnächst auf 650km anwachsen sollen
  • Klimafreundlichkeit, keine Emissionen 
  • elektrischer Antrieb und superleises Fahren

Leider liegt es immer noch am Preis, der trotz starker Subvention bei der Brennstoffzelle noch zu teuer ist.

Die Fahrzeuge

Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik gibt es aber. Da wäre zum Beispiel der Toyota Mirai für ca. 80.000 Euro, der Mercedes GLC Fuel Cell ab nächstem Jahr oder auch der Nachfolger des Hyundai iX35 Fuel Cell. Die Preise sind hoch, aber dennoch schon stark subventioniert, sonst würde sich der Verkauf überhaupt nicht rechnen. 

Die Brennstoffzelle

In der Brennstoffzelle läuft ein chemischer Prozess ab, bei dem  aus Wasserstoff und dem Sauerstoff aus der Luft Strom gewonnen wird. Dieser treibt den Elektromotor an. Einziges Nebenprodukt ist Wasser, das aus dem Auspuff kommt. Dazu kommen die Vorteile, die der Wasserstoff an sich schon mitbringt:

  • muss nicht importiert werden
  • kann lokal produziert und verbraucht werden
  • lässt sich super lagern und transportieren
  • ist unbegrenzt vorhanden

Die weltweite Produktion von Wasserstoff liegt bei rund 50 Millionen Tonnen, was reichen würde, um 250 Millionen Autos wie den Mirai 20.000 Kilometer fahren zu lassen. Bedenken muss man aber auch, dass Wasserstoff nur "grün" ist, wenn er aus regenerativer Energie gewonnen wird. 

Die Sicherheit

Was ist denn nun sicherer: Wasserstoff oder Benzin? Viele Leute glauben, Wasserstoff sei hochexplosiv. Tatsächlich ist es aber so, dass Benzin weitaus gefährlicher sein kann. Benzin kann auslaufen und sich unterm Auto entzünden, etwa bei einem Unfall. Wasserstoff dagegen ist nicht selbstentzündlich und auch nicht brandfördernd. Auch der Tank ist robust. 

Die Verwendung von Wasserstoff

Wasserstoff bietet noch so viel mehr Verwendungsmöglichkeiten und damit einen ökonomischen und ökologischen Mehrwert. Einige Beispiele:

  • das Hotel Radisson Blu in Frankfurt nutzt die saubere Energie komplett für Strom und für Heizung und spart damit satte 600 Tonnen CO2 im Jahr
  • die Firma Friatec in Mannheim rüstete für die Energieversorgung auf eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle um spart jährlich 3000 Tonnen CO2, auch wenn die Anschaffung erstmal teuer war
  • die DLR (Deutsche Luft- und Raumfahrt Gesellschaft) zeigt in Stuttgart das erste Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb, das 800 Kilometer bei einem Tempo von 80 Knoten (144 km/h) schafft

 

Der Toyota Mirai

Bisher wurden von diesem Modell etwa 3600 verkauft, ungefähr die Hälfte davon blieb in Japan. 100 Fahrzeuge gibt es in Europa. Das Versorgungsnetz in Deutschland hat momentan 30 Anlagen. Bis Ende nächsten Jahres will H2 Mobility 100 Säulen aufgestellt haben, bis zum Jahr 2023 sollen es dann insgesamt 400 Zapfsäulen sein.