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Entwicklung Ökostrom-Umlage

Weil das Gewinnen von Strom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse teurer ist als die Produktion mit Kohle oder Atomkraft, wird es vom Staat gefördert. Der jeweilige Produzent bekommt eine sogenannte Einspeisevergütung.

Weil das Gewinnen von Strom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse teurer ist als die Produktion mit Kohle oder Atomkraft, wird es vom Staat gefördert. Der jeweilige Produzent bekommt eine sogenannte Einspeisevergütung. Finanziert wird diese Förderung über die EEG-Umlage oder auch Ökostrom-Umlage, die von jedem Stromkunden bezahlt wird. Diese Umlage wird jedes Jahr neu berechnet und findet sich bei Jedem in der Stromabrechnung wieder. Die Höhe der Umlage richtet sich nach dem Ausbau im Bereich erneuerbare Energien im jeweiligen Jahr und einer Prognose für das kommende Jahr.

Da die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept für die kommenden Jahrzehnte den massiven Ausbau erneuerbarer Energien festgeschrieben hat, wird die Ökostrom-Umlage so schnell nicht abgeschafft.

Aktuell berichtet die Wirtschaftswoche, dass die Ökostrom-Umlage wieder steigt, und zwar auf 7,90 Cent pro Kilowattstunde bis zum Jahr 2020. Mittelfristig soll sie aber sinken, und zwar schneller als gedacht. Die Kosten der Energiewende werden also stärker als angenommen zurückgehen.

Diese Daten basieren auf einer Schätzung des Instituts Agora Energiewende. Das Institut gibt an, dass die Umlage des Erneuerbare – Energien - Gesetzes ab 2020 nicht mehr steigen wird und geht noch einen Schritt weiter. Die Umlage soll ab 2022 sogar sinken. Die Schätzungen sagen auch aus, dass die Ökostrom-Umlage in 20 Jahren nur noch bei etwa 2,66 Cent pro Kilowattstunde liegen soll. Zum Vergleich: Derzeit liegt die Umlage bei 6,88 Cent.

Treffen diese Vorhersagen ein, dann würde das für die Verbraucher eine Entlastung von 10,5 Milliarden Euro gegenüber der ursprünglichen Prognose bedeuten.