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Klimafreundliche Gemüseproduktion in Österreich

Klimafreundlichkeit im Gemüsegarten – geht nicht? Geht doch! Ein österreichischer Gemüseproduzent zeigt, wie Tomaten und Paprika mit Hilfe von natürlicher Geothermie wachsen und gedeihen.

Frutura baut klimafreundlich Gemüse an

Das Unternehmen Frutura ist ein steirischer Obst- und Gemüseproduzent und –vermarkter. Für Österreich einzigartig hat das Unternehmen jetzt die Frutura Thermal-Gemüsewelt eröffnet. Hier wachsen Tomaten und Paprika im Glashaus, und zwar mit der Energie aus natürlicher Geothermie. Später sollen auch Gurken auf diese Weise angebaut werden.

 

Die Idee und die Umsetzung

Hinter der Idee der Nutzung von Geothermie steht einerseits der Wunsch, das Gemüse ganzjährig ernten zu können und andererseits der Gedanke der Klimafreundlichkeit. Die Produktion des Fruchtgemüses verläuft nämlich klimafreundlich ohne fossile Brennstoffe, und zwar aufgrund der Geothermie des warmen Wassers in der Gegend.

Kritiker gibt es bei jedem Projekt, so natürlich auch hier. Die Eigentümer des Unternehmens Frutura aber konnten ihre Vision mit Hilfe von Spar-stark realisieren und ernten nun im steirischen Bad Blumau gesundes Bio-Gemüse, das zusätzlich unsere Umwelt schont.

Den derzeitigen Bio-Tomaten und Bio-Paprika sollen im nächsten Schritt Gurken folgen und danach auch noch weitere konventionell angebaute Gemüsesorten.

 

Die weiteren Schritte und die Zukunft

Das Thermalwasser, das aus dem steirischen Thermenland kommt, ist reichlich vorhanden und deckt bei diesem Projekt den Energiebedarf der Glashäuser umweltschonend. Nach der Nutzung wird es wieder zurückgeführt, also nicht verbraucht. Aus diesem Projekt ergeben sich viele Vorteile, wozu folgende gehören:

  • die Klimafreundlichkeit der Gemüseproduktion
  • die Einsparung an Treibhausgas-Emissionen
  • die Reduzierung der Fruchtgemüse-Importe
  • die Nutzung von einheimischem Gemüse
  • die Schaffung von Arbeit für bis zu 200 Vollzeitarbeitskräfte

Das landwirtschaftliche Projekt ist innovativ und zugleich einzigartig in Österreich. Bereits ab Ende Juni sollen 1200 Tonnen Gemüse exklusiv für „Spar Natur pur“ geliefert werden. Insgesamt sollen über 50 Millionen Euro investiert werden, was gerade die Menschen im strukturschwachen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld freut.