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Energie sparen mit Hilfe der EU

Den Energieverbrauch, die Kosten und den CO2-Ausstoß beim Betrieb kommunaler Gebäude zu senken – das ist der Hintergrund des EU-Förderprogramms „Horizon 2020“, welches pünktlich zum 60-jährigen Bestehen der Europäischen Union (EU) in Nürnberg anzutreffen ist. Hier wird mit Hilfe der EU nämlich ordentlich Energie gespart.

 

Schon seit März 2016 nimmt das Hochbauamt an dem von der EU geförderten Projekt „Energy Data Innovation Network“ (EDI-Net) teil. Mit Hilfe des Projektes soll der Energieverbrauch in kommunalen Gebäuden reduziert werden. Am 5. Mai stellte Daniel F. Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg das Projekt EDI-Net der Öffentlichkeit vor.

Das Projekt und der Hintergrund

Das Projekt in Nürnberg ist ein Teil des EU-Förderprogramms „Horizon 2020“. Ziel des Ganzen ist es, den Energieverbrauch und damit die Kosten und den CO2-Ausstoß in kommunalen Gebäuden zu senken. Insgesamt sind sieben Partner aus Großbritannien, Spanien und Deutschland beteiligt und von der EU werden Fördermittel von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Nürnberg bekommt für das angesprochene Projekt rund 152.000 Euro. Mit dem Geld sollen Instrumente und Geräte entwickelt und getestet werden, mit denen der Verbraucher noch stärker für den Energie-Verbrauch sensibilisiert wird und seine Anstrengungen zum Energiesparen weiter intensiviert.

Zahlen aus Nürnberg

Ein paar Zahlen und Fakten aus Nürnberg sollen einmal die Notwendigkeit des Energiesparens verdeutlichen. Es gibt in Nürnberg ca. 1.700 öffentliche Gebäude, für die die jährlichen Energiekosten rund 40 Millionen Euro betragen. Seit dem Jahr 2000 konnte schon eine Einsparung des Energie- und Wasserverbrauchs aller städtischen Liegenschaften von etwa 35 Prozent verzeichnet werden, trotzdem steigen die jährlichen Kosten weiter. Daher hat sich das Hochbauamt im Sommer 2015 für die Teilnahme an EDI-Net beworben. Daniel F. Ulrich sagt: „Unsere Partner aus Leicester (GB) und aus Barcelona entwickeln eine Software, die auf Basis komplexer, sogenannter Big Data Analysen den erwarteten Energieverbrauch präzise berechnen kann und das Ergebnis ganz ‚untechnisch‘ und für jedermann verständlich mit dem tatsächlichen Verbrauch des Gebäudes vergleicht.“

Die weiteren Schritte

Die Stadt muss nun aktuelle Verbrauchsdaten ausgewählter Gebäude bereitstellen und regelmäßiges Feedback der jeweiligen Gebäudeverantwortlichen einholen. Daniel F. Ulrich ist außerdem wichtig: „Dabei wollen wir neben den Budget- und Energieverantwortlichen auch ausdrücklich die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude ansprechen – denn beispielsweise beeinflusst das Verhalten von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften natürlich stark den Energieverbrauch einer Schule. Neben der betriebswirtschaftlichen Auswertung ist daher auch eine Präsentation gänzlich ohne Zahlen möglich.“
 
Das Projekt in Nürnberg läuft zunächst noch bis Februar 2019 und soll außerdem auch auf weitere interessierte Kommunen ausgeweitet werden.