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DENEFF zu Förderstrategie Energieeffizienz: „Wichtiger Schritt, aber inkonsequent“

Das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat aktuell eine „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus Erneuerbaren Energien“ veröffentlicht. Darin beschreibt das Ministerium ein Zielfoto für das Jahr 2020. Bis dahin will das Ministerium die Förderangebote im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Wärme für Bürger und Unternehmen nach und nach attraktiver machen. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) begrüßte das Papier. Eine bessere Verständlichkeit und Bündelung der Förderangebote sei lange überfällig. Aus Sicht des Verbandes sei die Strategie jedoch noch inkonsequent.

 

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF: „Endlich nimmt sich die Bundesregierung der Lichtung des Förderdschungels an und will es Unternehmen und Bürgern leichter machen, vorhandene Förderangebote zu nutzen. Ihrem Vorsatz ‚Efficiency First‘ wird sie aber noch nicht gerecht, solange die Förderung von EEG-Strom und Energieeffizienzmaßnahmen nicht auf Augenhöhe stattfindet. Nur wenn die Erzeugung auf einen effizienteren Bedarf abgestimmt wird, kann die Energiewende wirtschaftlich gelingen. Das muss sich auch in der Förderung widerspiegeln.“
 
Die Förderstrategie behandelt alleine die Verzahnung der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen mit Angeboten zur Förderung erneuerbarer Wärme. Die DENEFF begrüßt diesen Schritt. Wie ohne Betrachtung der Stromerzeugung dabei das Prinzip „Efficiency First“ Anwendung finden soll, lasse die Strategie jedoch noch offen. Auch werde keine Ausweitung der 2016 eingeführten Ausschreibungen für Stromeffizienzmaßnahmen auf den Wärmesektor behandelt, bemängelt die DENEFF. Positiv wertet der Verband, dass die Förderhöhe künftig stärker an der Ambition einer Energieeffizienzmaßnahme ausgerichtet werden soll. Die DENEFF empfiehlt, dabei nicht nur die geplante, sondern auch die im Betrieb nachgewiesene Energieeffizienz zu berücksichtigen. Innovative digitale Ansätze zum Nachweis realer Energieperformance, wie das BMWi-Pilotprogamm „Einsparzähler“ verfolgen diesen Ansatz. Eine Perspektive, diesen grundsätzlich anzuwenden, fehle jedoch.