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Lohnt sich eine PV-Anlage noch?

Bei der Antwort auf diese Frage gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Fakt ist jedoch, dass der Hauseigentümer, der seinen eigenen Strom mit der Sonne produziert, nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch Kosten spart. Nachfolgend sind die wichtigsten Fakten über Solarstrom und die eigene PV-Anlage einmal zusammengefasst.

 

Wer sich fragt, ob sein Dach für die Installation einer Solarstromanlage geeignet ist, dem sei gesagt, dass sich fast alle Dächer eignen. Die Neigung des Daches ist zweitrangig, einzig die Sonneneinstrahlung muss gegeben sein. Wird die Fläche durch andere Gebäude verschattet, wirkt sich das aber negativ aus. Bäume und Sträucher könnten im Verschattungsfall entfernt werden.

Eine der wichtigsten Fragen ist sicherlich die der Kosten. Der Preis hängt von der Größe der PV-Anlage, von den Kosten der Installation und von der anfallenden Mehrwertsteuer ab. Die Preise der einzelnen Installationsbetriebe sind allerdings unterschiedlich, so dass es in jedem Fall sinnvoll ist, sich mehrere Angebote erstellen zu lassen und zu vergleichen. Auch die Art der verbauten Solarzellen spielt bei der Preisgestaltung eine Rolle. Unterschieden wird im Bereich der Solarzellen wie folgt:

1.    Monokristalline Solarzellen: hoher Wirkungsgrad; höherer Preis als Polykristalline Solarzellen
2.    Polykristalline Solarzellen: Wirkungsgrad geringer; preiswerte Solarzellen; am häufigsten installierte Module
3.    Dünnschichtmodule: leichte Bauform; preisgünstige Herstellung; flexibel einsetzbar; größere Fläche nötig, weil Wirkungsgrad niedriger als bei anderen Solarzellen

Auch eine wichtige Frage bei der Inbetriebnahme eine Photovoltaik-Anlage ist die Frage nach der Baugenehmigung. In den meisten Fällen ist diese jedoch nicht notwendig. Aufschluss gibt immer die jeweilige Landesbauordnung. Aufpassen sollte man auch bei denkmalgeschützten Gebäuden,   Freiflächenanlagen und Überkopfanlagen.

Generell gilt auch, dass Solarstromanlagen sehr wartungs- und störungsarm sind. Es sind seitens der Modulhersteller Leistungsgarantien von bis zu 30 Jahren möglich, die Module selbst haben bis zu 5 Jahre Garantie. Was man allerdings bedenken sollte, sind Elementarschäden durch Hagel oder Sturm. Eine Versicherung, die ggf. mit der Gebäudeversicherung kombinierbar ist, wäre daher sinnvoll.

Kommen wir zum Schluss zum Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Photovoltaikanlage. Allgemein hört man, dass sich eine PV-Anlage nicht „rechnet“.  Es gibt allerdings zahlreiche Bilanzen, die das wiederlegen. In 1,5 bis maximal 6 Jahren wird mit einer Anlage so viel Energie erzeugt, wie zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Vergleicht man das mit der garantierten Mindestlebensdauer von 20 bis 30 Jahren, so lässt sich leicht die positive Energiebilanz nachvollziehen. Dazu muss man noch die geringere Umweltbelastung sehen, weil auf konventionelle Energieträger verzichtet wird. Schlussendlich lässt sich also feststellen, dass Photovoltaik-Anlagen eine lohnenswerte und saubere Sache sind.