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Öko-Anbau soll gefördert werden

Fördergelder für den Bio-Anbau, besseres Essen in Schulen und mehr Artenschutz – das sind einige der Punkte, die der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in seiner „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau" anspricht. Das gesamte Konzept wurde zum Auftakt der Naturkostmesse Biofach vorgestellt.

 

Das Konzept des Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt enthält aber noch weitere Punkte. Dazu gehören:
• mehr Geld für Forschung
• bessere Beratung
• mehr Bio-Essen in Schulen, Kantinen und der Gastronomie
• mehr Mittel für die Umstellung von Bauernhöfen auf Öko-Anbau
• stärkere Honorierung des Umwelt- und Artenschutzes

Kernpunkte des Konzeptes

Zu den wichtigsten Kernpunkten des vorgestellten Konzeptes gehört zum Beispiel eine Aufstockung von Förder- und Forschungsgeldern. Die Bundesregierung will künftig 30 Millionen Euro jährlich bereitstellen statt bisher 20 Millionen Euro und damit unter anderem erreichen, dass Wissenschaftler verstärkt im Bereich der wirksamen biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel tätig wird. Weiterhin sollen der Anbau und die Verarbeitung von Eiweißpflanzen wie Soja, Lupinen, Erbsen oder Klee vorangetrieben werden. Daher werden staatliche Zuschüsse im Bereich der Forschung bereitgestellt. Auf diesem Weg soll die Versorgung mit einheimischen Futtermitteln garantiert werden. Die Hilfen in diesem Bereich werden mit sechs Millionen Euro beziffert.

Auch die Landwirte sollen finanziell unterstützt werden, damit es leichter wird, den Betrieb auf einen, zumindest teilweisen, Öko-Betrieb umzustellen. Des Weiteren soll es intensive Beratungsangebote für die Landwirte geben, um die oft schwierige Umstellungsphase zu meistern. Auch Schulungsangebote für die Bauern wird es geben. Für diesen Zweck müssen aber zunächst die Beratungskräfte geschult werden, was ebenso im Konzept „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau" enthalten ist.

Der Bundesminister hat dabei große Ziele: Er will ein Fünftel der Agrarflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaften. Er sagt: „Mit derzeit 6,5 Prozent sind wir noch einen erkennbaren Schritt davon entfernt. Wir sollten versuchen, das Marktpotenzial mit eigenen Erzeugnissen zu nutzen." Momentan werden noch große Mengen an Bio-Lebensmitteln  importiert. Allerdings will der Minister auch niemanden zwingen, es bleibt weiterhin die Entscheidung der Landwirte, ob sie ihre Betriebe auf den Ökolandbau umstellen wollen oder nicht.

Das Konzept kommt insgesamt gut an. Besonders zufrieden ist der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandschef spricht von einer „guten Strategie". Er begrüßt die Tatsache, dass neben den Erzeugern von Bio-Lebensmitteln auch die Bereiche Handel, Gastronomie und Verbraucher berücksichtigt werden. Heinrich Graf von Bassewitz vom Deutschen Bauernverband möchte eine noch größere finanzielle Unterstützung für umstellungswillige Landwirte und mehr Forschungsförderung erreich.