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Austauschpflicht für die Heizung von vor 1987

Die Austauschpflicht der Heizung laut Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) bietet eine sehr gute Gelegenheit, zu modernisieren und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes zu tun, denn es empfiehlt sich ein Einbau von Wärmepumpen.

 

Alte Heizkessel von vor 1987 müssen raus

Nach der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) ist nach 30 Jahren Betrieb für Öl oder Gas Heizkessel in den meisten Fällen Schluss. Das würde in diesem Jahr alle Modelle betreffen, die von 1987 sind oder älter, wenn sie noch nicht getauscht sind. Es muss ein Austausch erfolgen und eine modernere Heiztechnik muss eingebaut werden. Verantwortlich dafür ist der Hauseigentümer. Tatsächlich sind 2017 mehr als eine Million alte Öl- und Gasheizungen hierzulande betroffen. Erkennen können die Hauseigentümer ihre Verpflichtung zum Austausch am Typenschild des Heizkessels oder in den Bauunterlagen. Auch der zuständige Schornsteinfeger gibt gerne Auskunft zum jeweilig installierten Modell. Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche Frist, die nicht überschritten werden sollte.

Chance zur Modernisierung

Neben der lästigen gesetzlichen Verpflichtung sollten die Hauseigentümer diese Frist als eine Chance sehen, ihre Heizungsanlage zu modernisieren und in diesem Zusammenhang Kosten zu sparen. Auch der Umwelt zuliebe sollten die alten „Schmutzkessel“ nun ausgedient haben.

Wärmepumpen als neue Heizungsanlage

Willi Harhammer, Energie-Fachmann aus der Metropolregion Nürnberg empfiehlt den betroffenen Hauseigentümern, einmal über den Einbau einer Wärmepumpe nachzudenken. Er sagt, dass man bei Häusern mit einem Energieverbrauch von 2000 bis 2500 Litern Heizöl sofort eine umweltfreundliche Wärmepumpe einbauen könnte. Das hätte verschiedene Vorteile, wie:

•    eine einfache und zügige Installation
•    die Möglichkeit, den bisherigen Heizöllagerraum anderweitig zu nutzen
•    die mögliche Kombination mit einer Photovoltaik / Solaranlage zur Stromerzeugung
•    der erzeugte Strom kann dann zum Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden

Natürlich ist jedem Hauseigentümer auch die Frage der Kosten für eine solche Modernisierung wichtig. Hier muss erwähnt werden, dass es für Wärmepumpen staatliche Förderwege gibt, die die Gesamtkosten überschaubarer machen. In einer entsprechenden Liste der BAFA sind alle zugelassenen Wärmepumpen aufgeführt. Auch einen Vergleichstest der Stiftung Warentest gibt es zum Thema.