Zum Inhalt springen

Transparenz ist gefragt

Wo kommt der Strom her? Handelt es sich tatsächlich um Ökostrom? Und wie kann man sich im Tarifdschungel der Stromanbieter zurechtfinden? Diese Fragen stellen sich viele Verbraucher, wenn es um Stromtarife geht und sie gern „grünen“ Strom nutzen möchten. Nun sollen die Energieversorger die Herkunft ihres Stromes transparenter gestalten.

 

Kunden fordern übersichtliche Transparenz

62 Prozent der Kunden wollen genauer wissen, woher ihr Strom kommt. Das hat eine Studie, genauer gesagt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov für mehrere Ökostromlieferanten  ergeben. Außerdem wollen die Kunden die vielen Tarife und Anbieter besser auseinanderhalten und vergleichen können. 66 Prozent der Kunden äußern diesen Wunsch.

Die jeweiligen Ökostrom - Anbieter haben diesen Wunsch weitergegeben und fordern die Energieversorger auf, transparente Angaben über die Herkunft des Stromes zu machen. Wichtig hierbei ist den Verbrauchern, welchen Energiemix aus Atom-, Kohle- oder Öko-Strom ihr Versorger liefert.

Meinungen und Stimmen zum Thema

Lichtblick-Geschäftsführer Gero Lücking hat dazu eine eindeutige Meinung: „Die Verbraucher werden in die Irre geführt. Die gesamte Branche sollte (...) den Etikettenschwindel beenden.“ Oliver Hummel vom Anbieter Naturstrom forderte: „Auch für Strom gilt – es darf nur draufstehen, was auch drin ist.“ Er ist der Meinung, die Kennzeichnung muss eindeutig aussagen, wie die Strom-Einkaufspolitik der Versorger ist.

Kritisiert werden auch die gesetzlichen Vorschriften zur Strom-Etikettierung. Es ist Tatsache, dass die Versorger weniger Kohle- und Atomstrom in ihrem Mix an Energie angeben müssen, als sie tatsächlich im Kunden Auftrag kaufen. Die Versorger müssten laut der gesetzlichen Stromkennzeichnung bis zu 46 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien angeben, den sie jedoch nicht für die Kunden kauften. Es herrscht also Verwirrung bei den Angaben bezüglich der Herkunft der gelieferten Energie. Auf der anderen Seite sollte der Anteil des Stromes aus fossilen und nuklearen Quellen sinken. Das tut er aber nur auf dem Papier / dem Etikett, nicht aber real.

Trend Ökostrom

Die Wünsche der Verbraucher indes sind eindeutig: mehr als die Hälfte legt großen Wert auf die so genannte saubere Energie. 26 Prozent der Verbraucher geben an, bereits Ökostrom zu beziehen und weitere 28 Prozent überlegen, zu Ökostrom-Tarifen wechseln. 32 Prozent der befragten Stromkunden ist die Herkunft des Stromes egal.